Steuerfachwirtin aus Krakow am See : Ukrainerin meistert deutsche Steuergesetze

Die Jahrgangsbesten bei den Steuerfachwirten: Olexandra Wiese (36) aus Krakow am See (r.) und Ines Odebrecht (26) aus Schwerin
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Die Jahrgangsbesten bei den Steuerfachwirten: Olexandra Wiese (36) aus Krakow am See (r.) und Ines Odebrecht (26) aus Schwerin

Die 36-jährige Olexandra Wiese aus Krakow am See ist eine der Jahrgangsbesten bei den Steuerfachwirten

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09. März 2016, 21:00 Uhr

Die deutsche Steuergesetzgebung ist an sich schon eine schwierige Materie. Und dann auch noch die Steuergesetze auf Deutsch zu beherrschen war für die Ukrainerin Olexandra Wiese aus Krakow am See besonders schwer. „Aber ich habe mich da reingefuchst“, erzählt die 36-Jährige. Mit Erfolg. Gemeinsam mit Ines Odebrecht (26) aus Schwerin schloss Olexandra Wiese jetzt als Jahrgangsbeste bei den Steuerfachwirten ab.

Am Montag erhielt sie mit elf weiteren Steuerfachwirten des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Rostock ihre Berufungsurkunde. Alle hatten die bundeseinheitlichen Prüfungen für den anerkannten Abschluss erfolgreich vor dem Prüfungsausschuss der Steuerberaterkammer Mecklenburg-Vorpommern bestanden. Die Zeugnisse überreichte Dr. Holger Stein, Präsident der Steuerberaterkammer Mecklenburg-Vorpommern.

Die gebürtige Ukrainerin Olexandra Wiese freut sich besonders über ihren Erfolg. Sie hatte bereits ein Wirtschaftsstudium, vor allem Rechnungswesen und Wirtschaftsprüfung, in der Ukraine gemeistert und ist nun stolz, als Steuerfachwirtin in Deutschland einen anerkannt hohen Abschluss zu besitzen. 2009 kam sie nach dem Studium in Kiew nach Krakow am See, hat sich seitdem hier eingelebt und geheiratet. Sie arbeitet in der Rechtsanwältekanzlei Elss und Partner im Luftkurort, wo sie auch ihre Ausbildung absolvierte. „Die Qualifizierung zur Steuerfachwirtin nebenher zur 40-Stunden-Arbeitswoche kostete auf jeden Fall viel Kraft“, sagte sie. „Ich musste mich zusammenreißen und gut organisieren.“

Die gesetzlich vorgeschriebenen Hürden, um zu den Prüfungen für den Steuerfachwirt zugelassen zu werden, sind hoch. Zu den Voraussetzungen gehören mehrere Jahre praktischer Tätigkeit im Steuerfach. Beispielsweise benötigt ein Steuerfachangestellter mindestens drei Jahre hauptberufliche Tätigkeit bei einem Angehörigen der steuerberatenden oder wirtschaftsprüfenden Berufe, um bei den Prüfungen an den Start gehen zu dürfen. Präsident Stein würdigte auf der Veranstaltung die erfolgreichen Fortbildungsleistungen und erklärte, dass fachlich hochqualifizierte Mitarbeiter in den Steuerkanzleien dringend benötigt würden.

In Mecklenburg-Vorpommern sind in den rund 560 Büros und Kanzleien neben den 881 Steuerberatern noch etwa 2500 qualifizierte Mitarbeiter, darunter Steuerfachwirte und Steuerfachangestellte, und ca. 400 Auszubildende beschäftigt.

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