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Güstrower Anzeiger

20. November 2017 | 15:00 Uhr

Güstrow-Suckow : Überschwemmungen in Suckow

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Regenwasser läuft vom Acker auf Grundstücke in Güstrower Straße. Straßenverkehr bei Einwohnern Dauerthema.

von
erstellt am 18.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Gerade hat Helmut Thrams ein paar Tage Ruhe. Doch wenn die Regenzeit wieder los geht, graut es dem Suckower schon. Pumpen sei dann angesagt, wenn sein Grundstück überschwemmt wird, sagt er. Wie ihm gehe es noch anderen Anwohnern in der Güstrower Straße in dem Ortsteil der Barlachstadt, berichtete der Suckower auf der Einwohnerversammlung am Montagabend. Dem Bürgermeister präsentierte er Fotos als Beleg.

Arne Schuldt zeigte sich überrascht: „Das Problem ist neu für mich.“ Dabei sei vorauszusehen gewesen, dass bei stärkeren Regenfällen das Wasser vom nahen, beackerten „Berg“ in die Straße laufen wird, bekundeten Suckower, die schon länger im Ort wohnen. Eine Tonschicht, auf der der Hügel stehe, leite offenbar das Wasser ab, heißt es – und immer in die Straße rein, von der es auf die anliegenden Grundstücke läuft. Peter Harloff, mit seiner Werkhalle in Ermangelung eines Dorfgemeinschaftshauses traditioneller Gastgeber für die Einwohnerversammlungen, hatte mit seinem Betrieb genau das gleiche Problem. Ein Graben, den er anfangs der 1990er-Jahre, als die Firma sich ansiedelte, wiederbelebte, habe Abhilfe geschaffen, schilderte er. Harloffs Idee: Man sollte doch mal mit dem den Acker bewirtschaftenden Agrarbetrieb sprechen. Vielleicht könne der ebenso einen Graben ziehen, über den das Wasser abgeleitet werden könnte? Bürgermeister Schuldt, denkt, hier sollten sich alle Beteiligten – die Grundstückseigentümer, Wasser- und Bodenverband, Städtischer Abwasserbetrieb… – mal zusammensetzen und beraten, was notwendig und was möglich wäre.

Neben dem neuen Problem spielen altbekannte für die Suckower wieder oder besser weiterhin eine Rolle. In einer dieser Sachen nahm Schuldt möglichen Anfragen gleich den Wind aus den Segeln: Was aus der sich immer mehr zerlegenden „Zeppelinhalle“ wird, wisse er nicht, bekundete er rundheraus. Er kenne da nichts Neues, seit der Eigentümer einst bei persönlicher Anwesenheit beteuert hatte, dass „es“ „jetzt“ losgehe – was auch immer. Die Stadt könne nichts weiter tun, als ständig dem Landkreis auf den Füßen zu stehen, dass der durch Aufsicht und entsprechend notwendige Verfügungen für die Sicherheit rings um die Ruine sorgt.


Mehr Kontrollen, aber keine Ampeländerung


Ähnlich sieht es in Sachen Geschwindigkeit auf der Straße aus. „Ein Dauerbrenner“, wie Schuldt weiß. Auch hier werde er den Landkreis mal wieder um Kontrollen bitten. Das stadteigene, anonym registrierende Zähl- und Messgerät solle demnächst zur Hilfestellung Daten liefern. Und: Idee der Stadt sei es, wenn solch ein Haushaltstitel zur Verfügung stehe, ein mobiles Anzeigegerät anzuschaffen, um Kraftfahrern das gebotene Maximaltempo in Erinnerung zu rufen.

Nächstes Verkehrsthema: die Einmündung der Dorfstraße auf die Bundesstraße. Da hatte es im vergangenen Jahr zwei Unfälle gegeben. Beide Male sei beim Einbiegen auf die B103 die Vorfahrt nicht beachtet worden. Für die Unfallkommission allerdings kein Grund, den Kreuzungsbereich zu verändern, gab der Bürgermeister Auskunft. Im Gegenteil: Eine weitere, angedachte Abbiegespur nach Suckow würde die Unfallgefahr vermutlich sogar noch vergrößern.

Ebenfalls nicht ändern werde das zuständige Straßenbauamt Stralsund die Ampelschaltung an der Kreuzung Gewerbegebiet Nord. Weil hier die Grünphase zum Krankenhaus hin zu kurz sei, staue sich zu Stoßzeiten der Verkehr raus aus der Stadt bis zum Abzweig nach Suckow und manchmal auch bis zum Strenzer Abzweig. So die Erkenntnis manch Suckowers. Eine Änderung des Schaltzyklus hier würde jedoch die gesamte grüne Welle durch die Stadt hindurch zum Erliegen bringen, habe Schuldt erfahren. Da werde also nichts geändert, so seine Erkenntnis.

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