Firmenporträt : Über 20 Jahre innovativ am Markt

Marco Hübner (rechts) und Erik Gennrich bereiten eine Mineralit-Platte für die Endkontrolle vor.
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Marco Hübner (rechts) und Erik Gennrich bereiten eine Mineralit-Platte für die Endkontrolle vor.

Mineralit GmbH siedelte sich 2003 im Gewerbegebiet Laage-Kronskamp an

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18. August 2015, 06:29 Uhr

Seit über 20 Jahren ist Winfried Augustin Unternehmer. Anfang der 1990er-Jahre gründete er seinen Betrieb, der den Werkstoff Mineralit verarbeitet, in einer baufälligen Kartoffelhalle in Neubukow. 2003 baute die Firma im Gewerbegebiet Laage-Kronskamp neu. Gegenwärtig beschäftigt die Firma 36 Mitarbeiter.

Das wichtigste Vertriebsprodukt sind freitragende Balkonplatten. Mit der Konstruktion und Entwicklung eines Trommeltrockners zur Trocknung flüssiger Materialien schafft sich die Firma gegenwärtig ein weiteres Standbein. Während seiner Sommertour machte der CDU-Bundestagsabgeordnete Eckhardt Rehberg Station in der Mineralit GmbH Laage und informierte sich über die Entwicklung der Firma.

„In den letzten 20 Jahren haben wir zirka 1,6 Millionen Quadratmeter Balkonplatten verkauft. Unsere Exporte in diesem Hauptsegment gehen unter anderem nach Schweden, Frankreich, Italien und Russland“, bilanziert Augustin. Und die Aussichten sind rosig: Weil ein Balkon heutzutage zum Standard einer Wohnung gehöre, bleibe die Nachfrage groß, ist sich der Unternehmer sicher. Außerdem produziert seine Firma von witterungsbeständigen und langlebigen Treppenstufen über VHF-Fassadenplatten bis zu beheizbaren Steinliegen und massiven Mineralit-Pflanzkübeln und Hochbeeten ein breites Spektrum. Beeindruckt zeigte sich Augustin von der Innovationskraft, die in dem Werkstoff Mineralit – einer Zusammensetzung von hochfesten Quarzsanden, Farbstoffen und Harz auf Acrylbasis – steckt. „Dabei kratzen wir bei der Forschung erst an der Oberfläche. Mit Mineralit lassen sich noch viel mehr innovative Ideen verwirklichen“, denkt der Unternehmer.

Der kennt allerdings auch die Schattenseiten eines neuen Werkstoffs. So müsse jede neue Mineralit-Anwendung eine umfangreiche und oft lang andauernde bauaufsichtliche Zulassungsphase durchlaufen. Nach fünf Jahren wiederholt sich das Procedere. „Das kann für Unternehmer, die neu in das Geschäft einsteigen, tödlich sein“, gibt Augustin zu bedenken und sendet ein Warnsignal in Richtung Politik. „Bei allem Verständnis für Sicherheitsbelange müssen wir aufpassen, dass die Marktwirtschaft nicht durch eine ausufernde Bürokratie kaputt gemacht wird“, sagt er.

Eine Aufgabe der letzten Jahre habe zudem darin bestanden, den Namen des Werkstoffs und der ihn verarbeitenden Firma auf dem Markt bekannt zu machen. Das habe nicht wenig Geld erfordert, resümiert Augustin. Zurzeit erarbeitet sich die Firma mit dem Universal-Trockner ein weiteres Geschäftsfeld. Unter anderem kommt der bei der Trocknung und Aufbereitung von Gülle und Klärschlamm zum Einsatz. In den letzten Jahren habe das Unternehmen bereits 20 dieser Trocknungsanlagen verkauft. Allerdings schätzt Augustin auch ein, dass die Entwicklung eines solchen technologischen Maschinenbaukonzeptes an die Grenzen der Finanzierbarkeit durch einen mittelständischen Betrieb gelange. Geholfen habe der Firma da eine enge Zusammenarbeit mit anderen Partnern, unter anderem der Universität Rostock und der Hochschule Wismar.
 




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