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Güstrower Anzeiger

11. Dezember 2017 | 01:33 Uhr

Statistik : Über 20 000 leben am Minimum

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Zahl der Hartz-IV-Empfänger im Landkreis Rostock leicht angestiegen

von
erstellt am 17.Sep.2014 | 06:00 Uhr

Ein Leben am Minimum: Die Zahl der Hartz IV-Empfänger im Landkreis Rostock ist leicht gestiegen. Zum Jahreswechsel 2013/2014 bezogen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 20 210 Männer, Frauen und Kinder diese Form des Lebensunterhalts(Vorjahr: 18 115). Die meisten waren erwerbsfähig, im Alter bis zu 50 Jahre und männlich. Rund 24,4 Prozent aller hiesigen Hartz IV-Empfänger sind Kinder und Jugendliche (Vorjahr: 23,6 Prozent).

Die Statistik unterscheidet dabei in erwerbsfähige Arbeitslosengeld II-Empfänger und in nichterwerbsfähige Sozialgeld-Empfänger, wozu meist Kinder und Jugendliche zählen, die mit im Haushalt leben. Konkret erhielten im Landkreis Rostock 7496 Männer und 7565 Frauen Arbeitslosengeld II und weitere 5149 Empfänger Sozialgeld, darunter waren 4938 Kinder und Jugendliche (96 Prozent). Bezogen auf alle Leistungsberechtigten lag der Anteil der unter 15-jährigen Empfänger somit bei 24,4 Prozent.

Was die Männer und Frauen betrifft, die zum Stichtag Arbeitslosengeld II (kurz: ALG-II) bezogen, waren 1956 Empfänger jünger als 25 Jahre (Vorjahr: 2158), weitere 8067 waren 25 bis 50 Jahre alt (Vorjahr: 8532), 2095 waren zwischen 50 und 55 Jahre (Vorjahr: 2229) und .943 Leistungsberechtigte waren 55 Jahre und älter (Vorjahr: 2995).

Nicht alle, die ALG-II beziehen, sind tatsächlich arbeitslos. Weder Arbeitslosigkeit noch ein vorheriger Bezug von Arbeitslosengeld (Alg I) sind notwendige Voraussetzung für ALG-II-Leistungen. Manche benötigen es, weil ihr regelmäßiges Einkommen nicht zur Deckung des Grundbedarfs ausreicht, sind also so geannnte Aufstocker.

Im längerfristigen Vergleich fielen die Zahlen in den vergangenen drei Jahren im Landkreis Rostock folgendermaßen aus: Ende Dezember 2011 bezogen im Landkreis Rostock insgesamt 21 733 Menschen ALG-II oder Sozialgeld. Im Jahr darauf sank die Zahl auf 21 074 und zuletzt waren es nun 20210 Empfänger.

Ausländer sind auch unter den Hartz-IV-Empfängern: Zum Stichtag waren es 507 also 2,51 Prozent. Ein Jahr vorher waren es noch 451 gleich 2,14 Prozent. Viel oder wenig? Da hilft ein Blick in die Bevölkerungsstatistik: Der hiesige Ausländeranteil an der Bevölkerung liegt bei 1,16 Prozent.



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