Güstrow : TV-Gottesdienst aus Heilig-Geist

Heidemarie Wellmann gestaltet mit ihren fleißigen Helfern die Krippenausstellung neu.
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Heidemarie Wellmann gestaltet mit ihren fleißigen Helfern die Krippenausstellung neu.

ZDF überträgt Gottesdienst am 4. Advent aus dem Norddeutschen Krippenmuseum. Umbau der Ausstellung läuft

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23. November 2015, 12:00 Uhr

Am 4. Advent wird das ZDF den Fernsehgottesdienst aus dem Krippenmuseum in der Heilig-Geist-Kirche übertragen. Die Predigt hält Margot Käsmann, Reformationsbeauftragte der Evangelischen Kirche Deutschlands. Bevor es soweit ist, wird noch in dieser Woche wie gewohnt vor dem 1. Advent, mit dem die Hochsaison im Norddeutschen Krippenmuseum in Güstrow beginnt, umgebaut – diesmal radikal. So gibt es ab dem 28. November viel Neues zu sehen. Und noch etwas wird erst einmal ganz anders sein. Im Erdgeschoss werden die Vitrinen an den Wänden angeordnet, um Platz zu schaffen für möglichst viele Besucher am 20. Dezember im eher kleinen Kirchenraum sowie für Kameras.

„Wir sind froh mit vielen Menschen – man rechnet mit etwa 700 000 Zuschauern – den Gottesdienst in der Heilig-Geist-Kirche feiern zu können“, betont Matthias Ortmann. Der Pastor der Pfarrgemeinde hofft, dass damit viele Menschen auf das Norddeutsche Krippenmuseum aufmerksam werden und sich auf den Weg nach Güstrow machen. Bis heute ist es für ihn ein Wunder, dass es mit der Idee, ein Museum für Weihnachtskrippen einzurichten, gelang, die zuvor Jahrzehnte lang nicht mehr genutzte Heilig-Geist-Kirche zu sanieren. Gern mache man dieses Kleinod einer breiten Öffentlichkeit bekannt, so Matthias Ortmann, der auch nicht unerwähnt lässt, dass viel, viel Arbeit dahinter steckt, einen Fernsehgottesdienst zu organisieren, dass es viele Anfragen gibt und dass auch viele Gemeindeglieder wegen des begrenzten Platzes in der Heilig-Geist-Kirche den Gottesdienst nicht live miterleben können. „Sehen wir es als Dienst für die Fernsehgemeinde“, formuliert Mattias Ortmann.

Thema: So bunt ist Weihnachten
„Wir wissen, wo die Kameras stehen werden, und ordnen die Ausstellung nach den Notwendigkeiten der Fernsehaufzeichnung an“, sagt Heidemarie Wellmann vom Förderverein der „Weihnachtskrippen in Heilig Geist – Mechthild und Dr. Rudolf Ringguth Stiftung“. Erst nach Weihnachten wird wieder umgeräumt. Das Thema der neu gestalteten Präsentation lautet: So bunt ist Weihnachten. Dabei gehe es darum, Krippen aus möglichst vielen Ländern zu zeigen. „Etwa 80 Länder werden vertreten sein“, informiert Heidemarie Wellmann. Es gebe etliche Länder, aus denen sich im Bestand lediglich eine Krippe befindet: Finnland, Honduras, Kanada und viele afrikanische Staaten. Sie werden diesmal aus einem Fundus von mehr als 500 Krippen ausgewählt. Maximal 120 Exemplare werden in der Ausstellung zu sehen sein. Getreu dem Motto sollen sie anders als sonst auch bunt durcheinander angeordnet werden. „Wir vollen die Vielfalt der Völker und auch ihre Verschiedenheit zeigen und damit auch in der aktuellen Situation, da viele Flüchtlinge nach Deutschland kommen, um Toleranz werben“, erklärt Heidemarie Wellmann. Auch der Kontrast zwischen arm und reich wird sichtbar werden, wenn beispielsweise neben der edlen Krippe aus Muranoglas mit Goldverzierung eine Krippe aus Lumpen und Stroh gefertigt oder die eine aus Brokat und die andere aus Zeitungspapier zusammen in einer Vitrine stehen.

Die neue Ausstellung wird am Sonnabend, 28. November, um 11 Uhr eröffnet. Neben den ehrenamtlichen Helfern, die die Öffnung der Ausstellung sichern, und Sponsoren, ist diesmal auch jedermann zur Vorstellung der neuen Präsentation willkommen.

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