Vereine in der Region : TV ’97 bittet zum Frühlingsball

Antje und Christoph Erle bei einem Langsamen Walzer
Antje und Christoph Erle bei einem Langsamen Walzer

SVZ-Serie „Vereine in der Region“: 66 Tanzfreudige treffen sich seit 1997 dienstags im Güstrower Bürgerhaus.

svz.de von
24. März 2016, 12:00 Uhr

Dienstags ab 20 Uhr gehört das Bürgerhaus für zwei Stunden dem Güstrower Tanzverein (TV) ’97. In den ersten 60 Minuten heißt es jedes Mal aufs Neue: üben, üben, üben. Das geschieht unter Anleitung der Tanzlehrer Christa und Hartmut Drünkler, bei denen die meisten der 66 Mitglieder einen Grundkursus absolvierten, ehe sie sich dem Tanzverein anschlossen. Petra Müller, die Frau des Vorsitzenden Gerd Müller, beschreibt den Ablauf der ersten Stunde: „Reihum proben wir die Standardtänze. Davon gibt es zehn.“ Während die Klein-Upahlerin das erzählt, drehen die Paare ihre „Runden“, probieren neue Figuren, festigen Gelerntes oder üben die richtige Haltung. Hartmut Drünkler gibt hier und da Hinweise.

Nach dieser Stunde kann jeder für eine weitere Stunde entscheiden, was er macht: weiter tanzen, sich unterhalten oder seinen Gedanken nachhängen. Gerd Müller: „Es ist wie an einem kalten Büfett, jeder nimmt das, was ihm schmeckt.“ Alles wirkt deshalb sehr entspannt und fröhlich-freudig. An diesen Tanzabenden ist der Spaß im Bürgerhaus zu Hause.


Viel Spaß an Gesellschaftstanz


Genau das ist es, was den TV ’97 von Tanzklubs unterscheidet. „Wir möchten in unserer Freizeit den Gesellschaftstanz pflegen, ohne den Anspruch auf Turniertanz zu erheben“, formuliert der Vorsitzende. Außerdem wolle man ein gemeinsames Hobby mit dem Partner betreiben, Spaß am Tanzen haben, nette Menschen treffen und auf dem Tanzparkett nicht ganz unbeholfen aussehen, erklärt Gerd Müller weiter. Das bestätigen Antje (46) und Christoph (47) Erle. Beide sind im Vorstand, haben Verantwortung für den Verein übernommen. Sie entdeckten den TV, als sie nach der Geburt ihrer Kinder einen gemeinsamen abendlichen Termin suchten sowie ein sportliches Erlebnis und Spaß haben wollten. Im TV ’97 genießen sie das.

Genießen ist das Stichwort für Gudrun (70) und Gerhard (78) Heinze. Sie kamen 2000 nach einem schweren Schicksalsschlag zum Verein. Gudrun Heinze: „Es war der richtige Schritt. Wir haben schon immer gern getanzt. Hier gewannen wir aber unsere Lebensfreude wieder, haben jede Woche aufs Neue viel Spaß und verleben Stunden mit lieben Freunden.“


Buntes Programm am 9. April


Einmal im Jahr lässt der Tanzverein ’97 daran auch die Öffentlichkeit teilhaben: beim Frühlingsball. In diesem Jahr findet er am 9. April um 19 Uhr im Bürgerhaus statt. Das Programm ist vielversprechend und bunt: Büfett, Live-Musik, Tanzformationen, ein kleines Kulturprogramm, eine Überraschung und – das verwundert nicht – viel tanzen. Karten gibt es unter Telefon 0151/14986586 oder über die Homepage (siehe Visitenkarte). Weitere Veranstaltungen sind Herbstfest, Weihnachtsfeier, Sommer-Grillparty, Walzer-Frühstück sowie Ausflüge. Alles zusammen sorgt in dem Verein für eine familiäre Atmosphäre.

Gegründet wurde der Verein 1997 aus einer Laune heraus, während einer Feier im Bürgerhaus. Auf einer Serviette notierten die Familien Prahl und Gey als Ideengeber die ersten Mitglieder. Darunter auch Christa und Ulrich Kluth, die heute noch dabei sind. Henning-Walter Prahl war der erste Vorsitzende. Ihm folgte Wolfram Kassau, den 2009 Gerd Müller ablöste. Gerd Müller freut sich über die hohe Mitgliederzahl. Er führt das darauf zurück, dass Tanzen vor allem auch durch die Tanz-Shows im Fernsehen wieder salonfähig geworden ist. Allerdings fehlen junge Leute. Christoph Erle hat vorgemacht, wie es gehen kann. „Ich bin nach der Tanzschule in der 10. Klasse beim Tanzen hängen geblieben und habe es bis heute nicht bereut“, erzählt er und nimmt seine Frau wieder bei einem Langsamen Walzer in den Arm.


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