Laage baut neue Kita : Trümmer für neue Kita wegräumen

Dort, wo in Laage die alte Grundschule jetzt in Trümmern liegt, soll im Sommer 201ˆ5 eine neue Kindertagesstätte eröffnet werden. Im Januar wird mit der Beräumung begonnen. Fotos: REgina Mai (5)
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Dort, wo in Laage die alte Grundschule jetzt in Trümmern liegt, soll im Sommer 201ˆ5 eine neue Kindertagesstätte eröffnet werden. Im Januar wird mit der Beräumung begonnen. Fotos: REgina Mai (5)

Stadt Laage baut auf Gelände der ehemaligen Grundschule eine neue Kindertagesstätte und vermietet diese an Volkssolidarität

svz.de von
20. Dezember 2013, 06:00 Uhr

Eine neue Kindertagesstätte wird in Laage gebaut. Dort, wo die Gebäude der alten Grundschule nach dem Brand Ende November in Trümmern liegen, soll im Sommer 2015 die neue Kita eröffnet werden. Bauherr ist die Stadt. Das Land unterstützt das Vorhaben mit rund 3,3 Millionen Euro. „Jetzt kann es losgehen“, informiert Bürgermeisterin Ilka Lochner-Borst höchstzufrieden. Die Stadt wird an die Volkssolidarität, die seit vielen Jahren die Kita „Knirpsenland“ im Haus der Generationen an der Rudolf-Harbig-Straße in Laage betreibt, vermieten.


Schwerin fördert Neubau mit rund 3,3 Millionen Euro


Ein halbes Jahr lang habe man versucht alle Hebel zu bedienen, um an Fördermittel zu kommen, bestätigt Lochner-Borst. Allein hätte die Stadt ein solches Vorhaben nicht realisieren können. Nun bekomme man Geld aus dem Topf der Städtebauförderung aus dem Schweriner Bau- und Wirtschaftsministerium (1,82 Millionen Euro) und Mittel aus dem Kofinanzierungsprogramm des Innenministeriums (1,5 Millionen Euro). „Die Stadt bringt einen Eigenanteil von zehn Prozent, das sind rund 365 000 Euro, auf“, berichtet Laages Bürgermeisterin. Schon im Januar soll mit dem Abriss der alten Schulgebäude begonnen werden. Dass so kurz vor dem Ziel die Schulgebäude abbrennen mussten, sei bedauerlich. „Jetzt wird der Abriss teuerer, weil komplett Sondermüll, nämlich Brandmüll, entsorgt werden muss“, erklärt Laages Bürgermeisterin. Es werde ein zweckmäßiger Bau – Kinderkrippe und Kindergarten auf einer Ebene, Hort auf zwei Etagen – entstehen. Man orientiere sich an den derzeitigen Kinderzahlen. So soll im neuen Haus Platz für 33 Krippen-, 120 Kindergarten- und 132 Hortkindern sein.


Stadt sieht sich in Verantwortung für die Kinder


Das Engagement sieht Lochner-Borst als Teil der Verantwortung, die eine Stadt trage. „Die Zustände in der jetzigen Kita sind momentan für alle Beteiligten nicht mehr tragbar. Alle wissen, dass sich der Träger in einer schwierigen Situation befindet“, erklärt Laages Bürgermeisterin. Eine Sanierung der alten Tagesstätte wäre teurer als ein Neubau. Die hatte die Volkssolidarität schon einmal 2008/09 avisiert. Der Anlegerskandal kam dazwischen. „Es wäre viel zu teuer geworden“, begründet Monika Zöllner, Fachaufsicht Kindertagesstätten bei der Volkssolidarität Mecklenburg-Mitte. Sie lobt eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Stadt Laage. „Für Kinder und Erzieher wird sich die Situation deutlich verbessern“, betont sie.

Darauf freut sich auch Marita Osterloh, seit 1983 Leiterin der Kita. „Das ich das noch erleben darf, ist wunderbar“, sagt sie und konnte gestern kaum die richtigen Worte finde, um ihre Freude auszudrücken. „Das wird ein Paradies“, fügt sie hinzu und denkt dabei auch an den Platz, den man am neuen Standort draußen haben werde. Der Wald sei ganz nah. Auch ohne große Sanierung hätten sich der Träger und gemeinschaftlich auch die Elternschaft in den vergangenen Jahren nach Kräften bei der Renovierung der alten Gebäude eingebracht. Zuletzt sei noch der Fußboden im Hortbereich erneuert worden. Wärme und Freude habe es in dem Haus immer gegeben. Aber ein Neubau, der das gesamte Areal mit Schulgebäuden und Sportplätzen in Laage abrundet, sei etwas ganz Besonderes. 26 Mitarbeiter, einschließlich technischer Kräfte, kümmern sich im „Knirsenland“ derzeit um 280 Kinder. Und es gebe darüber hinaus eine Warteliste, betont die Kita-Leiterin

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