zur Navigation springen

Güstrower Inselsee : Trotziges Wetter – dennoch schöner Abend

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Erste Lesung am Inselsee mit „Die Trotzigen“ von Boris Schumatsky kam gut an – Wiederholung nicht ausgeschlossen.

Bequeme Sitzmöglichkeit mit Blick auf den Inselsee bei untergehender Sonne, ein Glas Wein in der Hand und dazu die Lesung eines Romans – all das gab es erstmals am Sonntagabend in Güstrow. Boris Schumatsky las aus seinem Roman „Die Trotzigen“. Auch wenn die Temperaturen hätten wärmer sein können, war es ein sehr unterhaltsamer und schöner Abend. „Ich fand es sehr schön“, sagte Sibylle Bülow, die die Chance nutzte, um sich ein Buch mit Widmung zu kaufen.

Knapp 30 Gäste hatten sich aufgemacht, um diese besondere Lesung mit außergewöhnlichem Flair am Sonntag zu genießen. Viele hatten sich eine Decke mitgebracht, um bei 16 Grad Lufttemperatur nicht zu frieren. Nach etwas Musik starteten Lektor Tom Müller und der Autor Boris Schumatsky in einen aufschlussreichen Dialog. Dazwischen las der Autor aus seinem Buch einige Passagen, die neugierig machten auf mehr. Wie war die Wendezeit in Moskau? „Meist wurde der deutsche Teil der Wende erzählt“, so Lektor Tom Müller. Darum habe er gleich großes Interesse gehabt, genau dieses Buch zu veröffentlichen, das die andere Seite zeigt.

Boris Schumatsky hat als Journalist und Russlandexperte genau diese Situation des Augustputschs 1991 in seinem Roman aufgenommen. Dafür entwickelte er vier Hauptpersonen, die unterschiedlich geprägt sind. Auch die Rolle der Medien lässt er nicht außer Acht. Detailreich schildert er so manche Begebenheit, die es tatsächlich in ähnlicher Form gegeben hat. „Krisen, die wir heute haben, haben ihren Ursprung in der damaligen Zeit“, ist sich der Russlandexperte sicher.

Für die Initiatoren dieser Lesung in romantischer Atmosphäre ist der Abend gelungen. „Generell ist das Format sehr schön und die beiden haben das gut gemacht“, lobt Tilmann Wesolowski von der Güstrower Bibliothek. Auch Erich Alexander Hinz zeigte sich letztlich zufrieden. „Obwohl uns der Regen am Nachmittag sicherlich einige Besucher gekostet hat“, meint er. Für die kulinarische Versorgung hatte der Rotary-Club gesorgt. Die Einnahmen kommen der Kreismusikschule zugute. Und vielleicht ist es trotz der Unvorhersehbarkeit des Wetters eine gute Sache, die es durchaus verdient hat, wiederholt zu werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen