Sommerhitze : Trotz Hitze: Wat mutt, dat mutt!

Kommen auf der Baustelle in der Domstraße schon mal ins Schwitzen: Michael Bruhn (50) und Vorarbeiter Michael Kraudszun (38). Fotos: christoph trost(3)
Foto:
1 von 3
Kommen auf der Baustelle in der Domstraße schon mal ins Schwitzen: Michael Bruhn (50) und Vorarbeiter Michael Kraudszun (38).

Hohe Temperaturen sorgen für erschwerte Bedingungen bei Arbeit / 50 Grad und mehr in der Küche / Pausen und Getränke helfen

von
29. Juli 2014, 06:00 Uhr

Die Sonne brennt, das Thermometer steigt. Ein schattiges Plätzchen und ein kühles Getränk wären schön, aber die Arbeit muss gemacht werden, ob auf der Baustelle oder in einer Großküche. Hitzefrei gibt es nur an Schulen.

Bei den Bauarbeiten in der Domstraße 6 wird gerade das Dach heruntergenommen. Schwere Arbeit von morgens um 7 Uhr bis nachmittags um 16.30 Uhr. Zu der körperlichen Anstrengung kommt noch hinzu, dass die Arbeiter zum eigenen Schutz vor Staub einen Anzug und eine Maske tragen. „Die Arbeiten müssen nun mal erledigt werden. Dafür trinken wir dann eben mehr Wasser“, sagt Vorarbeiter Michael Kraudszun. Was solle man anderes tun.

Vor der Fleischerei Dankert auf dem Pferdemarkt muss Christel Prosch jeden Tag ran. Pünktlich um 11 Uhr steht die Lüssowerin täglich am Grillstand. „Gerade zur Mittagszeit kommen die Kunden. Dann habe ich viele Bratwürste und Bouletten auf dem Grill“, sagt die 63-Jährige. „Wenn es dann mal am Stand nicht so voll ist, stelle ich mich ein wenig abseits. Und natürlich habe ich eine Wasserflasche immer griffbereit“, fügt Christel Prosch hinzu. Hin und wieder werde sie auch mal abgelöst und könne sich eine kühle Pause gönnen. Schließlich kommt die Wärme an ihrem Stand von der Sonne und vom Grill.


Beim Abwasch schon mal 50 Grad Celsius


Warm und stickig wird es aber erst recht, wenn man drinnen arbeitet, wie Irit Dagmar Fust und ihre Kollegin Marlene Prybylowski. Die beiden Rentnerinnen wirtschaften jeden Tag in der DRK-Küche im „Haus der Familie“ in der Südstadt. „Wir helfen in der Küche und machen den Abwasch. Außerdem bringen wir den Kindern in der Kita nebenan das Essen“, erzählt Irit Dagmar Fust. Drei Köche bereiten in der Küche zwischen 500 und 600 Essen am Tag. Diese gehen an Schulen und Kindergärten oder werden an Südstädter im Haus der Familie ausgegeben. „Wir haben hier leider nur eine schwache Lüftung. Beim Abwasch sind es bestimmt 50 Grad Celsius“, sagt die Marlene Prybylowski. Abkühlung suchen die beiden dann in Pausen am offenen Fenster auf der Schattenseite des Gebäudes.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen