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Kirch Rosin : „Tröpfchenweise“ neu gestalten

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Kirchengemeinde Lohmen und Gemeinde Mühl Rosin wollen Friedhof in Kirch Rosin Stück für Stück gemeinsam sanieren.

von
erstellt am 15.Feb.2017 | 05:00 Uhr

Auf dem Friedhof in Kirch Rosin besteht Handlungsbedarf, ist Pastor Jonas Görlich überzeugt. Und auch Ulrich Blau, Bürgermeister der Gemeinde Mühl Rosin, stimmt ihm da zu. Die Kirchengemeinde Lohmen, zu der Kirch Rosin gehört, plant deshalb die Sanierung und Neugestaltung des Friedhofes. Die Gemeinde will das Vorhaben tatkräftig unterstützen.

Neben dem alten Friedhof direkt an der Kirche wurde bereits vor 15 Jahren eine Erweiterungsfläche geschaffen, der so genannte neue Friedhof. Doch dieser ist weder barrierefrei, noch sind hier Wege zu erkennen. Das Gelände ist nicht erschlossen, obwohl sich hier bereits an einer Seite eine Urnenanlage befindet. Das soll sich nach den Plänen von Pastor Görlich ändern. „Noch dieses Jahr wollen wir Sichtbares produzieren“, sagt er. Ein kleiner Platz soll entstehen, Wege sollen angelegt, Bäume gepflanzt und der Parkplatz erweitert werden, alles umringt von einer Steinmauer. Görlich denkt, dass Platz für 120 Urnengräber vorhanden ist. Aber auch normale Bestattungen seien möglich. „Das kommt auf die Nachfrage an. Wir wollen nicht einen Friedhof aus dem Boden stampfen, der 50 Jahre leer steht“, sagt er. Intention der Kirchengemeinde sowie der Gemeinde ist es, Grabstätten zu schaffen, die pflegeleicht sind und individuell gestaltet werden können.

Doch das alles würde nur „tröpfchenweise“ gehen, sagt der Pastor. Die geschätzten Kosten der Neugestaltung von 140 000 bis 160 000 Euro könnten die Kirchengemeinde und die Gemeinde nicht auf einmal stemmen. „Wir wollen deshalb Leute gewinnen, die uns bei der Umsetzung unterstützen, materiell und finanziell“, sagt Bürgermeister Blau. Mit Informationsveranstaltungen will die Gemeinde das Projekt demnächst vorstellen und gleichzeitig Hilfe einwerben. „Mit Geld, Spenden und Arbeitseinsätzen wollen wir das gemeinsam angehen“, sagt Blau. Er will zudem Geld für die Neugestaltung des Friedhofes in den Gemeindehaushalt einstellen. Doch da seien die Möglichkeiten begrenzt, gibt der Bürgermeister zu. Deshalb setzt er auch auf Benefizveranstaltungen und denkt zum Beispiel an Konzerte in der Kirche von Kirch Rosin.

Görlich und Blau unterstreichen die Wichtigkeit des Friedhofes in Kirch Rosin. „Dieser Friedhof hat ein großes Einzugsgebiet und wird gut angenommen“, sagt Görlich. „Klueß, Bölkow und auch Mühl Rosin haben keinen eigenen Friedhof. Auch Güstrower lassen ihre Verwandten hier bestatten, weil der Friedhof einen friedlichen und dörflichen Charakter hat.“ Und auch für Blau handelt es sich um den bedeutendsten Friedhof in der Gemeinde. „Immer mehr Einwohner möchten gern nach ihrem Ableben in unserer Gemeinde bleiben. Deshalb wollen wir uns als Gemeinde an der Sanierung des Friedhofes in Kirch Rosin beteiligen“, sagt er.  

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