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Güstrower Müntzerschule : „Trockene Plätzchen“ wirkten

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Erfolgreiche Demo der Güstrower Müntzerschule: Die Stadtvertretung bringt Schulsanierung auf den Weg

von
erstellt am 11.Jul.2015 | 06:00 Uhr

„Auch wir wollen trockene Plätzchen“ stand auf den kleinen Kekstüten, die Schüler und Lehrer der Thomas-Müntzer-Schule Donnerstagabend an die Güstrower Stadtvertreter verteilten. Damit wollten sie ihrer Forderung Nachdruck verleihen, dass ihre marode Schule endlich saniert und umgebaut wird. Trockene Plätzchen deshalb, weil es in die Schulcontainer reinregnet, in denen die Schüler bereits seit mehr als 20 Jahren unterrichtet werden. „Seit elf Jahren ist die Lebensdauer dieser Container abgelaufen“, sagt Schulleiterin Manuela Siegesmund. Deshalb war sie am Ende der Stadtvertretersitzung mehr als froh, dass die Abgeordneten die möglichst schnelle Sanierung der Müntzerschule nach Jahren der Verzögerung endlich auf den Weg brachten.

„Mich freut vor allem, dass die Stadtvertreter einstimmig entschieden haben. Das zeigt, dass sie hinter uns stehen“, so Manuela Siegesmund. Gleich zwei Beschlüsse zur Müntzerschule standen auf der Tagesordnung. Zunächst beschlossen die Stadtvertreter, dass Neubau- und Sanierungsvorhaben für die Förderung mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) anzumelden. Ohne Fördermittel geht es nicht, schließlich sind acht Millionen Euro für die Sanierung und Erweiterung der Schule veranschlagt. Allerdings sei die EFRE-Förderrichtlinie immer noch nicht auf dem Tisch, so Bürgermeister Arne Schuldt. „Die Frage ist, wie hoch der Fördersatz sein wird: 50, 70 oder gar 90 Prozent?“ Das mache gravierende Unterschiede für den städtischen Haushalt aus. Dennoch ist die Müntzerschule jetzt EFRE-Förderprojekt Nr. 1 der Barlachstadt.

Bei einem zweiten Beschluss ging es um die schnellstmögliche Umsetzung des Sanierungsvorhabens, ebenfalls in Verbindung mit der EFRE-Förderrichtlinie. Wenn diese da sei, solle sofort die baufachliche Prüfung beantragt werden, eine wichtige Voraussetzung zum Einwerben von Fördermitteln. Ebenso bestätigten die Stadtvertreter ohne Diskussion die bisherigen Planungen der Architektin Katharina Henze zur Erweiterung und Sanierung der Schule. Schließlich soll noch ein Generalübernehmer ausgewählt werden, der die Umsetzung der gesamten Baumaßnahme übernimmt.

Gute Signale für also für die Müntzerschule. Wenn jetzt noch die Fördermittel wie geplant fließen, könnte der Umbau schon im nächsten Jahr beginnen. Der alte Kohlenbunker hinter dem Hauptgebäude soll abgerissen werden. Hier entsteht ein Neubau. Dann erfolgt die Komplettsanierung des Hauptgebäudes. Erst dann soll der marode Schulcontainer abgerissen werden. „Gerade mit diesen Containern ist mittlerweile der Punkt erreicht, wo wir nicht mehr weiter wollen und können“, sagt Schulleiterin Manuela Siegesmund. Aber wenn alles klappt, haben die Schüler in der Wendenstraße demnächst wieder trockene Plätzchen.  

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