zur Navigation springen
Güstrower Anzeiger

21. November 2017 | 07:24 Uhr

Güstrow : Treffpunkt interkultureller Garten

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Projekt könnte im Frühjahr in der Güstrower Südstadt starten – heutige Veranstaltung soll Auftakt geben.

von
erstellt am 06.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Gärten der Kulturen gibt es inzwischen in vielen Städten in Deutschland. Aber geht das auch in Güstrow? Ein Workshop, zu dem die Landeslehrstätte für Naturschutz und nachhaltige Entwicklung in MV am Landesamt für Umwelt und Natur (Lung) heute ins Bürgerhaus einlädt, soll Aufschluss bringen. Rund 40 Anmeldungen – mehr als gedacht – liegen vor. Martina Nösse von der Initiativgruppe ist guter Dinge, dass sich ihre Liste mit Mitstreitern heute füllen wird. Dann könnte es im Frühjahr losgehen.


Vielfältige Kulturen zusammenbringen


„Die Idee war bei den Entwicklungspolitischen Tagen im vergangenen Herbst in Güstrow entstanden“, berichtet Martina Nösse. Interkulturelle Gärten sollen Menschen unterschiedlicher Kulturen, Nationalitäten und sozialer Schichten zusammenbringen. Sie sind Orte der Begegnung und der Verständigung. Ziel sei es Toleranz zu fördern und über das gemeinsame Gärtnern zu integrieren, erklärt die Initiatorin. Gleichzeitig gehe es um ökologischen Gartenbau, gesunde Ernährung und Gemeinschaftssinn.

Schnell, so berichtet Martina Nösse, seien Partner der Flüchtlingsarbeit in Güstrow (u.a. Komm-Center) beisammen gewesen.Auch die Freie Schule Güstrow habe Interesse signalisiert. „Damit war der Geist aber noch nicht aus der Flasche“, sagt Martina Nösse. Konkreter wurde es nach einem Besuch des interkulturellen Gartens in Neubrandenburg und nach erfolgreicher Suche nach einem Stück Land. „Die AWG stellt uns in der Südstadt, Werner-Seelenbinder-Straße 3 bis 8, ein Grundstück zur Verfügung“, berichtet die Initiatorin. Nach ihrer Vorstellung sollte es hier einen Gemeinschaftsgarten und einzelne Parzellen geben.

Mitmachen können Hobbygärtner jeden Alters, Zugewanderte, die Lust an der Gartenarbeit mitbringen, aber auch Schulen oder Kindertagesstätten. „Wir sind da völlig offen für jeden, der mittun möchte“, betont Martina Nösse. Im Interkulturellen Garten soll Obst und Gemüse für den Eigenbedarf angebaut und geerntet werden.

„Wir brauchen Menschen, die ihre Erfahrungen einbringen, aber auch solche, die mit allerlei Materialien unterstützen können“, sagt Martina Nösse und zählt auf: Werkzeuge, Gartengeräte, Saatgut, Pflanzen, Baumaterial, Regentonne usw. Natürlich sollte ein Garten auch eingezäunt werden. In Baumärkten habe sie bereits nachgefragt. Ihr Anliegen sei wohlwollend aufgenommen worden.

Zunächst aber muss sich der Interkulturelle Garten gründen. Um dies zu befördern gibt es heute am Vormittag Referate und am Nachmittag Workshops, informiert Martina Nösse. So berichtet Gerlinde Brauer-Lübs vom Soziokulturellen Zentrum Neubrandenburg über Ländergärten für neue Bürger. Außerdem geht es um das liebe Geld – Stichwort Fördermittel – und um Ideen für gemeinsame Gärten, die von der Aktion „Natur im Garten MV“ vorgestellt werden.

„Danach werden wir wissen, ob es lohnt das Projekt in Güstrow zu realisieren“, sagt Martina Nösse. Neugierige können heute im Bürgerhaus vorbei schauen oder melden sich bei Martina Nösse, Telefon 03843 777243.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen