"Traumhaftes Wetter, wie bestellt!"

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Axel, Laureen und Ilka Hoppe genießen bei einem Stadtrundgang ein Eis, passend zum Wetter. Jennifer Nitzschke (4)

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24. Juli 2012, 09:22 Uhr

Güstrow | Nach vielen Wochen Regen und Kälte ist er nun endlich da: Der langersehnte Sommer! Vier Wochen Schulferien sind bereits vorbei und jetzt erst können hier die Schüler sie so richtig genießen. Auch für viele Touristen war es nicht unbedingt einfach, bei schlechtem Wetter eine Beschäftigung zu finden. Museen werden irgendwann auch langweilig. Doch nun kann man ungestört sein Eis essen, baden gehen, und auch Sonnenbaden ist seit Sonntag kein Problem mehr.

In Güstrow tummelten sich gestern vor allem Besucher, die einen Tagesausflug machen und sich die schöne Innenstadt anschauen wollten, erfuhr SVZ bei einer Umfrage. "Hier kann man noch richtig etwas historisches sehen, da nur wenig durch den Krieg zerstört wurde", sagte Klaus Splett, "vor allem alte Geschichte und ursprüngliche Natur hat MV zu bieten." Der Dresdener meint, dass er und seine Frau bei Regen wohl Museen besucht hätten oder vielleicht einfach zu Hause geblieben wären. "Das bessere Wetter sorgt natürlich für gute Laune und mehr Aktivitäten an der frischen Luft", so der Sachse.

"Wir amüsieren uns auch bei schlechtem Wetter"

Auch Familie Hoppe aus Falkensee war in der Altstadt unterwegs und vor allem am Dom mit dem Schwebenden von Ernst Barlach interessiert. Das schlechte Wetter änderte an ihrem Urlaubsziel nichts. Vergangene Woche war sie im Natur- und Umweltpark und fand es, trotz heftigen Regens und Gewitters, sehr schön.

Maximilian Klemm war von Güstrow nicht so sehr begeistert, verriet zumindest sein Gesicht bei der Frage, wie er es hier findet. Der 16-Jährige macht mit der Familie Urlaub in Krakow am See. Sie kam ohne besonderes Ziel nach Güstrow, Motto "einfach mal die Stadt ansehen".Er interessierte sich dennoch für das Ehrenmal mit dem Obelisken am sowjetischen Ehrenfriedhof.

So ein warmes Wetter ist John Wellard aus Australien gewohnt. Er liebt die Wärme und ist froh, dass hier jetzt auch die Sonne scheint. Er und seine Frau machen eine Deutschlandtour, bei der sie vor allem in kleinen Städten einen Halt machen. Wenn man aus Sydney kommt, ist das hier allerdings wegen der Größe ein gewaltiger Unterschied zur Heimatstadt. Jeden Tag besichtigt die Familie Wellard eine andere Stadt, trinkt einen Kaffee, sucht sich eine Unterkunft und am nächsten Tag geht es mit dem Auto in die nächste Stadt. In Güstrow fand sie vor allem die Pfarrkirche sehr schön. Begeistert war sie auch, dass alle freundlich und fröhlich gelaunt sind. Und das trotz der Kommunikationsschwierigkeiten, denn die beiden Australier können nur sehr wenig Deutsch, was den Aufenthalt um einiges erschwert. Aber auch ein wenig verwundert waren sie, denn in den Städten, in denen sie bisher waren, war zwar die Einwohnerzahl größer, doch es war wesentlich weniger los auf den Straßen.

Die gute Laune liegt vermutlich am Wetter, wie ja schon der Dresdener Klaus Splett gesagt hat. Hoffen wir, dass es in den nächsten Wochen so bleibt und der Tourismus in Güstrow noch mehr davon profitiert.

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