20 Fragen an… : Traum: einmal um Kap Horn schippern

Täglich ist Jens-Peter Kruse sicher auf einer der zahlreichen Baustellen seines Architekturbüros Kruse und Fliege zu finden. Besonders gerne betreut er Sanierungsarbeiten in der Güstrower Altstadt, wie hier in der Gleviner Straße 10.
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Täglich ist Jens-Peter Kruse sicher auf einer der zahlreichen Baustellen seines Architekturbüros Kruse und Fliege zu finden. Besonders gerne betreut er Sanierungsarbeiten in der Güstrower Altstadt, wie hier in der Gleviner Straße 10.

20 Fragen an Jens-Peter Kruse: Der Architekt ist ein „echter Güstrower Junge“ und begeisterter Handballer.

Jens-Peter Kruse ist ein echter Güstrower Junge, wenn auch 1966 in der Rostocker Uniklinik geboren. Nach Besuch der Kersting- und der Wossidloschule machte er am heutigen John-Brinckman-Gymnasium das Abitur. 1987 bis 1992 studierte er an der HAB Weimar, der heutigen Bauhaus-Universität, mit dem Abschluss als Diplom-Ingenieur. Nach elf Jahren Anstellung als Architekt in Güstrow ist er seit 2004 Mitinhaber des Architekturbüros Kruse und Fliege in der Barlachstadt. Jens-Peter Kruse hat zwei erwachsene Töchter. Sportlich beim Güstrower Handballverein zu Hause, war er von 1979 bis 2011 Spieler. Als Trainer betreute er zuletzt sechs Jahre die Frauen der SG Bützow-Güstrow in der MV-Liga.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Auf der Veranda unseres Bootshauses mit Blick auf den Inselsee.
Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Ich würde versuchen, den negativen Eindruck von der Stadt, den der Bahnreisende bei der Einfahrt nach Güstrow zwangsläufig erhält, schrittweise zu verbessern. Die Industriebrachen und verfallenden Anlagen der Bahn passen absolut nicht zum übrigen, positiven Bild der Stadt.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
Tagsüber sicherlich in unserem Architekturbüro oder auf einer unserer Baustellen; ansonsten im Sommer am Inselsee.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Bei einem Ferienjob im VEB Metallwaren Güstrow, wo ich Kochtöpfe für den Export verpacken musste.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Wahrscheinlich habe ich es für den Kauf meines Mopeds angespart.
Was würden Sie gerne können?
Ein Instrument spielen, am liebsten Klavier, oder noch die eine oder andere Fremdsprache beherrschen, Spanisch oder Italienisch beispielsweise.
Was stört Sie an anderen?
Unehrlichkeit und Unzuverlässigkeit.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Über eine Situationskomik im Urlaub, zugegebenermaßen mit einiger Schadenfreude behaftet. Leidtragende war in diesem Fall meine Lebenspartnerin, die mir das jedoch nicht übelgenommen hat.
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Das kann nur mit gutem und reichlichem Essen zu tun gehabt haben.
Wer ist Ihr persönlicher Held und warum?
Meine Lebenspartnerin, weil sie mich so heldenhaft erträgt. Nein im Ernst, ich habe keinen persönlichen Helden, aber z.B. größten Respekt vor Lebensleistungen wie denen von Nelson Mandela oder Helmut Schmidt.
Welches Buch lesen Sie gerade?
Den Roman „Kruso“ von Lutz Seiler habe ich gerade angefangen; davor den letzten Krimi aus der Wallander-Reihe von Henning Mankell.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Den Tatort bzw. Polizeiruf am Sonntagabend – zumindest fast nie.
Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Ganz klar beim Fußball. Ab und zu sehe ich mir jetzt wieder ein Spiel von Hansa Rostock im Ostseestadion an, nachdem ich einige Jahre gar nicht dort war. Allerdings würde ich doch ein spannendes Handballspiel bevorzugen.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Herbert Grönemeyer, weil er nicht nur gute Musik und Texte macht, sondern sich auch gesellschaftspolitisch einmischt.
Wenn Sie kochen: Was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Wenn ich selber koche, sind es meist mecklenburgische Gerichte. Da aber überwiegend meine Lebenspartnerin kocht, wechselt es zwischen thüringischer und mediterraner, leichter Küche.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Das Lied „She moves“ von Alle Farben lief bei unserer Neuseeland-Rundfahrt fast täglich im Cockpit des kiwigrünen Wohnmobils; ein Ohrwurm auf einer eindrucksvollen Reise und eine sehr schöne Erinnerung daran.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Ich mag selbst gefertigte Geschenke. Insofern erinnere ich gerne an die gemalten Bilder oder getöpferten Kunstwerke meiner Kinder. Einige davon sind noch heute in unserer Wohnung zu bewundern.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Einmal um Kap Horn schippern.
Wie gestalten Sie ihre Freizeit als Rentner?
Wahrscheinlich wird die Zeit mit Aktivitäten sehr ausgefüllt, aber hoffentlich nicht ruhelos sein: gemeinsam mit meiner Frau reisen, sporteln, werkeln, köcheln und natürlich die Enkel verwöhnen.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Karlheinz Brenncke. Mit ihm als erfahrenem Statiker arbeiten wir seit Jahren erfolgreich und vertrauensvoll zusammen. Darüber hinaus ist er ein sehr angenehmer Zeitgenosse und hat zwei handballbegeisterte Söhne, die in ihrer Jugend für den Güstrower HV gespielt haben.

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