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Schulwald : Traubeneiche als Baum des Jahres gepflanzt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Schulwald in Güstrow-Klueß soll ab Mai umgestaltet werden / Ziel: mehr Unterricht im Wald

Vorschulkinder der DRK-Kita „Bärenhaus“ Güstrow pflanzten gestern mit Forstleuten anlässlich des Tages des Baumes am 25. April eine Traubeneiche als Baum des Jahres 2014 im Schulwald in Güstrow-Klueß. Seit 1989 werden in Deutschland Bäume des Jahres gepflanzt. Der erste war die Stieleiche.

Mit dem Pflanzen hatten die Kita-Kinder ihre Aufgabe aber noch nicht erfüllt. Für den dendrologischen Garten im Schulwald hatten die Fielmann-Stiftung und die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald noch eine Blutbuche, einen Riesenmammutbaum und einen Ginkgo – der „Baum des Jahrtausends“ – spendiert. Die mussten ebenfalls in den Boden. „Damit erhöht sich der Bestand im dendrologischen Garten auf knapp 70 Arten“, freut sich Sven Schmiedeberg, Förster im Revier Kirch Rosin I, zu dem der Schulwald gehört. In den nächsten Monaten werden an einigen Baumarten Lehrtafeln angebracht. „Wir nutzen den dendrologischen Garten auch für die Ausbildung von Forstwirten, die in Güstrow-Bockhorst angesiedelt ist“, sagt Schmiedeberg.

Die Arbeiten in diesem Teil des Schulwaldes gehören zu einem größeren Umbauvorhaben, mit dem im Mai begonnen werden soll. Vorgesehen ist, unter dem Motto „Erlebnisvielfalt Wald“ Bereiche für Aktionen und Aktivitäten zu schaffen. Der zirka drei Hektar große Schulwald soll als Park angelegt werden, der öffentlich zugänglich ist. „Wir werden aber auch Angebote unter der Überschrift ‚Wald macht Schule’ unterbreiten. So können Mathematik oder Biologie im Wald gegeben werden“, sagt Schmiedeberg. Die Arbeiten sollen im September abgeschlossen sein.

Übrigens wurde die Pflanzaktion gestern nicht zufällig auf den 10. April gelegt. „Am 10. April 1872 wurde der erste Tag des Baumes in Nebraska, USA, gefeiert. Damals wurden eine Million Bäume gepflanzt“, berichtet Matthias Poeszus, im Forstamt Güstrow für Öffentlichkeitsarbeit und Waldpädagogik zuständig. Dagegen nimmt sich die Handvoll Bäume, die gestern in die Erde kam, bescheiden aus. „Wichtig ist, dass überhaupt Bäume gepflanzt werden. Damit wirtschaften wir nachhaltig“, bekräftigt Poeszus.


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