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SVZ-Sommerferientour : Tour-Abschluss mit Duft und Farbe

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Letzte Station der SVZ-Sommerferientour führte gestern in einen vielfältigen Garten in Braunsberg

Der alte, liebevoll sanierte Taubenturm zieht erst einmal die Blicke auf sich. Erst danach drängen Rosen und Lavendel sowie eine Trockenmauer ins Bewusstsein. Eben dort, wo die Steine, die auf dem Grundstück in Braunsberg beim Bau des Hauses und bei der Anlage des Gartens zusammengetragen wurden, begann Christa Schäfer gestern den Rundgang durch ihren Garten – die letzte Station der SVZ-Sommerferientour für dieses Jahr.

Lehrbuchmäßig habe sie die Trockenmauer einst bepflanzt, erzählte Christa Schäfer. Allerdings sei es so eine Sache mit Theorie und Praxis. Das Schleierkraut, das sich wunderbar hätte über die Steine legen können, gehört zur Leibspeise von Mäusen. Durchgesetzt hätten sich dagegen Thymian und die Nachtkerze, die Christa Schäfer sehr schätzt. „Alles hat seine Berechtigung“, sagt die Braunsbergerin. Angesichts einer sie umgebenden intensiven Landwirtschaft sehe sie ihren Garten als Refugium für Pflanzen und Tiere, deren Lebensraum bedroht sei. Auch die Blumenwiese erweise sich mehr als Experimentierfeld. Einmal nahmen Disteln Überhand, dann wieder der Bärenklau. Immer wieder müsse ordnend eingegriffen werden. Stets aber lässt die Hobbygärtnerin der Natur viel Freiraum. „Eben das gefällt mir so. Es ist alles so wüchsig“, betont Rita Wengler. „Ich bin begeistert, mit wie viel Liebe und Fachwissen der Garten angelegt ist“, fügt sie hinzu. Dorit Staedt erzählt vor dem mächtigen Trompetenbaum die Geschichte ihres Exemplars. Die Samen hatten sie einst aus Prag mitgebracht.

Die Gartenfreunde diskutierten über den Umgang mit Giersch, die außergewöhnliche Blütenfülle der Hortensien in diesem Jahr, über „Laguna“ und „Jasmina“, zwei wüchsige Rosen mit betörendem Duft, über Schneckenplage und Rotbauchunken und bei Kaffee und mecklenburgischen Plattenkuchen noch über vieles andere mehr, das den Gartenfreund in diesen Tagen beschäftigt.


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