Der Heisse Draht : Toter Dachs liegt seit sechs Wochen am Straßenrand

Seit sechs Wochen das gleiche, traurige Bild: ca. 1,8 Kilometer hinter Groß Schwiesow in Richtung Bützow liegt im Straßengraben ein toter Dachs.
Seit sechs Wochen das gleiche, traurige Bild: ca. 1,8 Kilometer hinter Groß Schwiesow in Richtung Bützow liegt im Straßengraben ein toter Dachs.

SVZ-Leserin: beschämend, dass sich keiner um Tier kümmert - Alarmierungskette hat offensichtlich versagt.

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08. Januar 2018, 21:00 Uhr

SVZ-Leserin Elke Garbe ist sauer. „Seit mehr als sechs Wochen liegt ca. 1,8 Kilometer hinter Groß Schwiesow in Richtung Bützow links im Straßengraben ein toter Dachs“, schildert sie. Täglich fährt sie auf ihrem Weg zur Arbeit nach Güstrow an dem toten Wildtier vorbei. „Ich finde es beschämend für unsere Gesellschaft, dass sich keiner um den totgefahrenen Dachs kümmert“, sagt die engagierte Tierschützerin.

Als Elke Garbe das tote Tier entdeckte, habe sie sofort die Polizei alarmiert. „Die wollten die Leitstelle des Landkreises anrufen, die dann dem zuständigen Jagdpächter Bescheid sagen wollte“, sagt sie. Auch bei der Unteren Jagdbehörde des Landkreises hat Elke Garbe vorgesprochen. „Aber passiert ist nichts. Er liegt immer noch da. Niemand scheint wirklich zuständig zu sein. So etwas habe ich noch nie erlebt.“

SVZ hakte nach, wie die Alarmierungskette bei einem toten Tier am Straßenrand funktioniert. „Zuerst die Polizei anzurufen ist auf keinen Fall falsch“, sagt Polizeihauptkommissar Gert Frahm, Pressesprecher der Polizeiinspektion Güstrow. „Bei einem Wildunfall muss die Polizei sowieso alarmiert werden“, schiebt er hinterher. Die Polizei meldet den Vorfall dann an die Leitstelle des Landkreises, so wie es Elke Garbe auch versichert wurde. „Die haben die Übersicht, welcher Jagdpächter für welches Gebiet zuständig ist“, erklärt Frahm. „Denn letztendlich zuständig für die Beräumung von Wildtieren ist der jeweils Jagdausübungsberechtigte, also der Jagdpächter.“

Bei dem toten Dachs, der seit sechs Wochen am Straßenrand liegt, scheint etwas schief gelaufen zu sein, gibt Polizeihauptkommissar Frahm zu. „Irgendwo hakt es offensichtlich“, sagt er. „Eigentlich gibt es bei der Beräumung von toten Wildtieren keine Probleme. Dass Tiere länger liegen kommt normalerweise nicht vor. Das sind Ausnahmefälle“, unterstreicht der Polizeisprecher.

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