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Pfarrkirche Güstrow : Tonnenschwere Glocke am Haken

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Eine Spezialfirma nimmt die alten Glocken im Turm der Güstrower Pfarrkirche ab.

von
erstellt am 28.Apr.2016 | 10:00 Uhr

Güstrow „Achtung Lebensgefahr!“ warnen die Schilder am Eingang der Güstrower Pfarrkirche. Gestern holte eine Spezialfirma die größte von  zwei  tonnenschweren, alten  Glocken vom Kirchturm – allerdings nur bis zu einer Zwischenstufe.  Heute soll sie ganz herabgelassen werden, ebenso wie die zweite Glocke.  Die neu gegossenen Glocken stehen bereits in der Pfarrkirche und sollen spätestens in der zweiten Maiwoche nach oben, damit sie an Pfingsten erstmals  läuten können.

Schwerstarbeit für Udo Griwahn und Mathias Heitmann von der Firma Turmuhren- und Läuteanlagenbau aus Grimmen. Im Inneren des Turmes muss die dreieinhalb Tonnen schwere Glocke vorsichtig herabgelassen werden. Dabei muss sie durch mehrere Öffnungen im Inneren   vom Glockenstuhl abwärts  bugsiert werden. Millimeterarbeit. „Das passt gerade so“, sagt Mathias Heitmann. „So schwer haben wir uns das nicht vorgestellt.“ Doch die beiden sind Profis, kennen nahezu sämtliche Kirchtürme in MV. Nach mehreren Stunden haben sie die alte Glocke endlich auf einer Zwischenstufe. Heute geht es die letzten der insgesamt  30 Meter in die Tiefe.   Beide Glocken, die verschlissen sind und aus den 1950er-Jahren stammen,  werden   verschrottet.

In der zweiten Maiwoche werden Heitmann und Griwahn wieder vor Ort sein. Dann kommen die drei in Lauchhammer neu gegossene Glocken in die Kirchturmspitze. Im Glockenstuhl der Pfarrkirche befinden sich dann insgesamt fünf Glocken, neben den drei neuen gibt es hier noch eine Uhrenschlagglocke sowie die älteste Güstrower Glocke aus dem Jahr 1425.

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