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Reformationsjahr 2017 : Tolles Projekt sucht Unterstützer

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Reformationsjahr 2017: Schloss Güstrow zeigt Cranachs Luther! und Pop up Cranach – für die Mitmachausstellung werden Spenden gebraucht.

von
erstellt am 29.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Schrauben, Hämmern und Sägen dringt derzeit aus dem zweiten Obergeschoss des Güstrower Schlosses. Fast könnte man meinen die Sanierung des Renaissancebaus hätte begonnen, denn die Gewerke geben sich hier die Klinke in die Hand. Während in einem Raum die Maler weiße Farbe an die Wände bringen, sind in einem weiteren Kabinett gelbe Fäden auf dem Boden gespannt worden. Entlang diese Fäden installieren Stefan Nestler und Tobias Hees von der Rostocker Firma „Wolkenbank Kunst + Räume“ ein Raum-in-Raum-System. „Hier werden später die wertvollen Werke hängen“, sagt Tobias Hess und spricht dabei von den Werken der Maler Lucas Cranach dem Älteren und Lucas Cranach dem Jüngeren, die das Güstrower Schloss im Reformationsjahr ab dem 20. Mai zeigen wird.


Mitmachprojekt ergänzt Cranach-Schau


„Wir sind sehr stolz darauf, dass wir erstmals hauseigene Werke in einer Kabinettausstellung zeigen können“, sagt Schlossleiterin Regina Erbentraut und fügt hinzu: „Güstrow als Renaissanceschloss ist dafür ein geeigneter Ort.“ Im Zentrum der Ausstellung, die bis zum 24. September zu sehen sein wird, stehen 13 Gemälde der Cranachs, die einen umfassenden Einblick in das Schaffen der beiden Künstler ermöglichen. Bedeutend sind dabei das Doppelbildnis von Martin Luther und seiner Frau Katharina von Bora sowie das lebensgroße Porträt des Reformators.

„Cranach und Luther passen perfekt in unsere heutige Zeit. Wenn man so will, beginnt mit ihnen das moderne Medienzeitalter und genau darum möchten wir auch Kinder- und Jugendliche ansprechen“, macht Regina Erbentraut deutlich. Den Schlüssel dafür bringt Museumspädagogin Monika Lehmann ein. Mit „Pop up Cranach“, einer Produktion des Alice – Museum für Kinder im FEZ-Berlin, gewann Monika Lehmann eine ergänzende Familienausstellung zum Mitmachen für die Schau in der Barlachstadt. „Das Alice-Museum hat keine Scheu auch schwierige Themen anzufassen und sie kindgerecht aufzubereiten. Das wir dieses Mitmachprogramm für uns gewinnen konnten, ist ein großes Glück. Nach Berlin, Kronach und Wittenberg ist Pop up Cranach nun zum ersten Mal in MV zu sehen“, erklärt die Museumspädagogin.

Pop up Cranach werde in die klassische Ausstellung eingebunden. „Es wird stets die Möglichkeit geben zwischen beiden Ausstellungsbereichen zu wechseln“, sagt Monika Lehmann und Regina Erbentraut für hinzu: „Ich denke die Mitmachausstellung wird auch für Erwachsene toll sein und genutzt werden.“ Hier geht es nicht um die klassische museale Vermittlung – alle Sinne werden angesprochen, neue Medien eingebunden. „So kann man beispielsweise mit Sibylle von Kleve telefonieren, zeitgenössische Kostüm probieren oder im Lauschzelt eine Bildbeschreibung erleben“, ist Lehmann begeistert.


Geld- und Sachspenden benötigt


„Wir sind richtig stolz diese Ausstellung hier zu haben und hoffen auf eine wahre Besucherwelle“, fügt Lehmann hinzu. Jedoch wisse man nicht, wie viele Gäste tatsächlich kommen werden und das sei, so die Verantwortlichen, ein finanzielles Wagnis. Das Ausleihen der Schau werde aus Landesmitteln finanziert – die Unterhaltung obliege jedoch dem Schloss selbst. „Am 28. April wird Pop up Cranach angeliefert. Der Aufbau dauert eine Woche – es müssen Hotelzimmer und Verpflegung bezahlt werden. Dann gibt es eine Art Stadtplan, der durch die Ausstellung führt, den müssen wir drucken und es wird viel Material – Bleistifte, Papier und Stempelfarben – benötigt“, zählt Monika Lehmann, die die Ausstellung kuratiert, auf. „Für alles brauchen wir Unterstützung und nun hoffen wir auf Geld- und Sachspenden der Güstrower, damit dieses tolle Projekt für Güstrow ein Erfolg wird“, appelliert sie. Als Dankeschön winken den Helfern Führungen, Freikarten und Workshops für die besondere Ausstellung, versprechen die Initiatoren.

Pop up Cranach unterstützen: Monika Lehmann ist per E-Mail m.lehmann@schloss-guestrow oder telefonisch unter 03843 752014 zu erreichen. Spendenboxen wird es im Schloss, der Güstrow-Information und im Weinhaus im Hof geben.

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