Güstrower Geschäfte im Netz : Tolles Projekt, kaum Resonanz

Anett Zimmermann von der Stadt wirbt für das „Virtuelle Schaufenster Güstrow“, um den Einzelhandel in der Innenstadt zu stärken. Die Barlachstadt Güstrow ist Träger des bundesweiten Pilotprojektes.
Anett Zimmermann von der Stadt wirbt für das „Virtuelle Schaufenster Güstrow“, um den Einzelhandel in der Innenstadt zu stärken. Die Barlachstadt Güstrow ist Träger des bundesweiten Pilotprojektes.

Noch dringend Einzelhändler für Pilotprojekt „Virtuelles Schaufenster Güstrow“ gesucht / Ziel: Kaufkraft in Güstrow binden

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11. März 2015, 06:00 Uhr

Es ist ein bisher bundesweit einmaliges Pilotprojekt: das „Virtuelle Schaufenster Güstrow“. Mit einer neuartigen Waren- und Serviceplattform im Internet soll der Einzelhandel in der Barlachstadt gestärkt werden. Doch das vom Bund geförderte Projekt ist zwar innovativ, aber die Resonanz der Einzelhändler ist trotz mehrmaliger Aufrufe und Informationsveranstaltungen durch die Stadt immer noch sehr verhalten. „Das Portal www.schaufenster-guestrow.de ist fertig. Wir brauchen aber unbedingt noch mehr Händler, die ihre Daten und Angebote hier einpflegen. Es ist nur sinnvoll online zu gehen, wenn das Portal auch mit Inhalten gefüllt ist“, sagt Anett Zimmermann, Abteilungsleiterin Marketing, Kultur und Tourismus, die das Projekt bei der Stadt Güstrow betreut.


Internetauftritt für Händler kostenlos


Bisher seien erst acht Händler im „virtuellen Schaufenster“ vertreten. „Wir wollen aber zunächst alle Innenstadthändler erreichen, dann auch den gesamten städtischen Handel und dann soll zudem der Kultur- und Dienstleistungsbereich integriert werden“, erläutert Anett Zimmermann. Die Förderung für das Pilotprojekt laufe bis Mitte 2016, ergänzt sie. Darum sei der Internetauftritt der Händler im „virtuellen Schaufenster“ kostenlos. Ein Vorteil für die Händler sei auch, dass sie sich ohne großen Aufwand und eigene Internetkenntnisse modern im Internet präsentieren könnten. „Das ,Schaufenster’ bietet sich auch für diejenigen Händler an, die bisher keinen eigenen Internetauftritt haben“, sagt Anett Zimmermann.

Das „Virtuelle Schaufenster Güstrow“ ist eine Animation im Internet, um Kunden auf die einzelnen Angebote der Händler aufmerksam zu machen – alles auf einer gemeinsamen Plattform. Gleichzeitig sollen Händler dazu animiert werden, ihren eigenen Online-Shop aufzubauen. Um ein Verkaufsportal handelt es sich beim „Schaufenster“ nicht. Allerdings können Händler diesen Auftritt mit ihrer eigenen Internetseite verlinken und so auf ihren Online-Shop verweisen. Im „virtuellen Schaufenster“ können Unternehmen u.a. bis zu 20 eigene Produkte präsentieren, einen eigenen Blog zur Kundenbindung anlegen und ihre Daten durch eine einfache Bedienung jederzeit schnell wieder ändern.

Ziel des ganzen Projektes, dass in enger Kooperation mit der Güstrow-Card-Betreibergesellschaft realisiert wird, ist die Stärkung Güstrows als Mittelzentrum sowie die Bindung der Kaufkraft in der Stadt. Die Entwicklung einer zukunftsfähigen Handels- und Dienstleistungsstruktur steht im Vordergrund. „Wir wollen die Innenstadt attraktiv vermarkten und dadurch die Bekanntheit Güstrows steigern“, sagt Anett Zimmermann.

Mitte April soll das neue Internetportal freigeschaltet werden. Anfang April ist noch eine Infoveranstaltung für Güstrower Händler im Rathaus geplant.

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