Dom Güstrow : „Todesgenius“ soll in Güstrower Dom zurückkehren

Das Dorotheen-Epitaph  im Altarraum des Güstrower Doms soll wieder komplettiert werden.  Fotos: Armin Kung
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Das Dorotheen-Epitaph im Altarraum des Güstrower Doms soll wieder komplettiert werden.

Dauerleihgabe: Figur aus dem Stadtmuseum vielleicht schon bald wieder Teil des Dorotheen-Epitaphs.

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10. Januar 2018, 12:00 Uhr

Im Jahr 1970 erwarb das damalige Kreisheimatmuseum Güstrow von der Domgemeinde unter anderem den „Todesgenius“, welcher sich früher auf dem Dorotheen-Epitaph im Altarraum des Doms befand. Die Kleinplastik ist durch die vom Bildhauer Philipp Brandin beachtete Materialqualität und die auf Symmetrie ausgerichtete Körperhaltung ein unverzichtbares Element der Gesamtanlage. Jetzt soll der „Todesgenius“ als Dauerleihgabe vom Museum zurück in den Dom gehen.

Der Kulturausschuss der Stadtvertretung stimmte dem Vorhaben, verbunden mit einer entsprechenden Vereinbarung zwischen der Stadt Güstrow und der Domgemeinde, am Montagabend einstimmig zu. Abschließend wird die Stadtvertretung am 15. Februar beraten. „Wenn es hier ebenfalls eine Zustimmung gibt, wollen wir das Vorhaben kurzfristig umsetzen“, sagt Anett Zimmermann von der Kulturabteilung der Stadt. „Die rund 30 Zentimeter große Figur kehrt dann an die Stelle zurück, wo sie auch hingehört.“

Bereits 2009 trat die Domgemeinde mit der Bitte an die Stadt heran, den „Todesgenius“ als Dauerleihgabe in den Dom zur Komplettierung des Dorotheen-Epitaphs zu geben. Doch das Vorhaben geriet wieder in Vergessenheit. „Nach der Restaurierung des Epitaphs wurde jedoch besonders deutlich, dass diese Figur fehlt“, so Anett Zimmermann. Der Wunsch nach Komplettierung dieses kleinen Ensembles auf dem baldachinartigen Abschluss jenes Grabmals bestehe nicht nur bei den Besuchern des Doms, sondern auch bei den Gemeindemitgliedern, heißt es von der Güstrower Domgemeinde.

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