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135 Jahre Textilreinigung Güstrow : „Tine“ schafft drei Tonnen täglich

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Textilreinigung und Wäscherei GmbH Güstrow in der Speicherstraße feiert 135-jähriges Bestehen mit Tag der offenen Tür.

von
erstellt am 10.Mai.2016 | 05:00 Uhr

3000 Kilogramm Wäsche hat „Tine“ tagtäglich zu bewältigen. „Tine“ nennt Michael Trost liebevoll die riesige Waschmaschine, die mitten in der Halle der T&W Textilreinigung und Wäscherei GmbH Güstrow in der Speicherstraße 11a steht. Hierhin ist das traditionsreiche Güstrower Unternehmen 2012 umgezogen. Zuvor wurden an diesem Standort Polstermöbel und Wärmepumpen produziert. „Jetzt produzieren wir hier saubere Wäsche“, sagt Trost, der das Unternehmen gemeinsam mit Gabriele Rieck leitet. Beide kauften die Firma 1992 von der Treuhandgesellschaft und haben sie seitdem langsam aber stetig entwickelt und erweitert. Die Geschichte des Betriebes ist lang und wechselvoll. In dieser Woche wird 135 Jahre Textilreinigung Güstrow gefeiert. Dazu lädt Trost am Sonnabend, dem 14. Mai, von 10 bis 17 Uhr erstmals zu einem Tag der offenen Tür in die Speicherstraße ein.

„Wir wollen einen Einblick in die Wäscherei geben, weil die meisten Leute davon falsche Vorstellungen haben“, sagt er. In einer modernen Wäscherei dampfe und zische es nicht mehr an allen Ecken. Und es sei auch nicht mehr überall nass, so dass die Mitarbeiter in Gummistiefeln herumlaufen müssten, erläutert der 51-jährige Güstrower. Trost setzt in seinem Betrieb mit derzeit 24 Mitarbeitern vielmehr auf einen modernen Maschinenpark, um umweltgerecht arbeiten zu können. Neben der chemischen Reinigung ist die Wäscherei das Herzstück des Unternehmens. „Wir versuchen, unsere Maschinen immer zu erneuern und auf dem modernsten Stand zu halten“, sagt er. Dazu seien auch immer neue Investitionen notwendig.

Die drei Tonnen Wäsche täglich kommen von den knapp 1000 Firmenkunden sowie von den zahlreichen Privatkunden der T&W Textilreinigung und Wäscherei GmbH Güstrow. „Wir sind keine Großwäscherei, sondern ein mittelständisches Unternehmen“, unterstreicht Trost. „Größer als jetzt wollen wir nicht werden.“ Auch wenn die Firmenkunden den Hauptumsatz ausmachen, will Trost die Privatkunden nicht vernachlässigen. Ob große Hotels, wie das Kurhaus am Inselsee, dass seine komplette Wäsche in der Speicherstraße waschen lässt, oder Privatpersonen, die nur ihre Alltagskleidung reinigen lassen wollen – „Bei uns ist jeder willkommen“, sagt der Wäscherei-Inhaber. Auch Spezialwäschen bietet die Firma an. So hat Trost selbst ein Waschverfahren für Füllkörper aus Filteranlagen von Biogasanlagen entwickelt. „Das war gar nicht einfach“, gibt Michael Trost zu.

Rund die Hälfte der 1000 Firmenkunden der Textilreinigung besteht aus Hotels und Pensionen. Damit ist auch die Wäscherei stark saisonal abhängig. „Im Winter ist flaute. Im Sommer, wenn viele Touristen da sind, gibt es für uns auch viel Wäsche“, erklärt Trost. So gelte es, im Sommer immer genug zu erwirtschaften, um gut über den Winter zu kommen.

 

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