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Güstrow : Tiefetal: In „Opel-Dähns“ Nähe entstehen Parkplätze

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Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Güstrow: Umsetzung eines Stadtvertreterbeschlusses / Probleme durch Erbengemeinschaft

Im Tiefetal regiert seit dieser Woche die Abrissbirne. Ein Bagger macht der Nummer 12 den Garaus. Bis Ende nächster Woche soll das Haus dem Erdboden gleich gemacht sein. Es ist das erste Gebäude, wenn man von der Schnoienstraße Richtung Pferdemarkt geht. In dem Haus, das seit Jahren leer steht, befand sich eine Wohnung und das Reifenlager für die ehemaligen Kfz-Betriebe, die dort ihre Heimstatt hatten.

An der Stelle der Nummer 12 entstehen 21 mit einem Automaten bewirtschaftete Parkplätze. „Damit wird ein Beschluss der Stadtvertretung realisiert“, informiert Jane Weber, Leiterin des Stadtentwicklungsamtes. Weitere 29 Parkplätze kommen dazu, wenn das Gebäude dahinter abgerissen wird. Diese Parkplätze sind ein Teil des städtischen Konzeptes, die Parkplätze auf dem Platz An der Bleiche zu ersetzen. Während Jane Weber nach dem Verdichten der Oberfläche für die 21 Parkplätze gute Chancen sieht, dass sie bald fertig sind, wagt sie für die anderen keine Prognose. Im Zuge der Diskussion um das Parkraumbewirtschaftungskonzept vor einem Jahr hatte Bürgermeistrer Arne Schuldt bereits dazu erklärt, dass die Stadt zwei Grundstücke im Tiefetal gekauft hat. Das ruinöse Wohnhaus könne damit abgerissen werden. Ein zweiter Abschnitt stehe aber in den Sternen, weil man eine Erbengemeinschaft enteignen müsste. Da lasse aber der Stahlhof grüßen, hatte Schuldt damals geäußert. Jane Weber weist noch auf eine weitere Schwierigkeit mit angrenzenden Grundstücken hin. Weber: „Wir sind als Stadt natürlich nicht bereit, mehrere 100 000 Euro auszugeben, um Mauern zu sichern.“ Daher werde man sich wirklich in Geduld üben müssen, so die Amtsleiterin.

Zur Erinnerung: An der Stelle geht es seit 2008 um das Parken. Anfangs gab es mehrere Varianten für ein Parkhaus, die wegen fehlender Investoren und wegen zu hoher Kosten verworfen wurden. Danach blieb es bei Parkplätzen, günstig im Zentrum. Wenn die Fläche für das Parken fertig gestellt sein wird, wird endgültig ein alter Gebäudekomplex Geschichte sein, denn vor allem den alten Güstrowern ist die Werkstatt als Opel Dähn ein Begriff. Emil Dähn senior, der 1946 in Güstrow starb, betrieb dort eine Kfz-Werkstatt und machte sich als Opel-Großhändler in Mecklenburg einen Namen. Sein Sohn, ebenfalls Emil Dähn, übernahm die Werkstatt, die im Zuge der Verstaatlichung von privaten Betrieben in der DDR später zu einem Betriebsteil des VEB Kraftfahrzeug-Instandsetzungswerkes wurde. Die Motoren-Instandsetzung war eine Hauptabteilung.


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erstellt am 30.Apr.2014 | 06:00 Uhr

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