zur Navigation springen

Super-Oldie-Partynacht Güstrow : „The Herolds“ mit Kult-Status

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Seit 1997 immer bei Güstrower Super-Oldie-Partynacht dabei / 19. Auflage am 31. Oktober in der Güstrower Sport- und Kongresshalle

Keine Super-Oldienacht ohne „The Herolds“. Auch bei der 19., die als Super-Oldie-Partynacht mit noch mehr Party am 31. Oktober um 20 Uhr in der Güstrower Sport- und Kongresshalle startet und von der SVZ präsentiert wird, steht die Band wieder auf den Plakaten. Die ehemalige Beat-Gruppe – wie es Ende der 1960er-Jahre hieß – mit Schülern des John-Brinckman-Gymnasiums Güstrow hat inzwischen bei dieser Veranstaltung Kult-Status.

Umso ernster nimmt es die Oldie-Band bei allem Spaß, wenn es um die Vorbereitung geht. Denn bei den „Herolden“ gibt es eine Besonderheit: Sie spielen nur für diese Veranstaltung und damit einmal im Jahr. Daher wird fleißig geübt. Jeder für sich allein und dann gemeinsam. Letzteres geschah am vergangenen Wochenende. Damit steht das Programm. „The Herolds“ liefern wieder Oldies der Beatles, der Stones, der Lords, der Bee Gees, von Tony Sheridan und den Shadows ab. Neu aufgelegt werden Songs von CCR.

Und die „Herolds“ haben sich erstmals für „Pretty Woman“ von Roy Orbison entschieden. Als der Titel 1966 ein Renner war, begann die Schüler-Band gerade im Bootshaus der Zuckerfabrik am Inselsee mit den Proben. Da war es bis zu den ersten Auftritten und bis zur Stamm-Band im Jugendklubhaus noch sehr weit. Bis 1970 waren die „Herolds“ nicht nur in Güstrow sondern auch in Rostock oder z.B. Wittenberge gefragt.

Als am Wochenende geprobt wurde, erinnerten sich Gerhard Ziglowski (jetzt Berlin), Hans-Jürgen Kowalzik und Eckhard Podack (Güstrow) sowie Reinhard Steltner (früher Rostock/Bützow, jetzt Beckum/NRW), der für Peter Lorenz (Güstrow/Krakow am See) in die Kapelle rückte, an damals. Gerhard Ziglowski bekommt heute noch einen Lachkrampf, wenn er an die Einstufungen in der DDR denkt. 100 Punkte gab es. 50 hatte man schon ohne einen Ton musiziert zu haben – für vorbildliche Kleidung und gesellschaftliche Aktivitäten. Paradox dabei: Das Einstufungsprogramm wurde nie beim Tanz gespielt. Diese Lieder wollte damals keiner hören. Aktuell mussten es die Hits der westlichen Hitparaden sein. Die Einstufungsmusik wurde nur herausgekramt, wenn Kontroll-Funktionäre auftauchten.

Eckhard Podack, staatlich geprüfter Kapellenleiter mit der Spielausweisnummer 298756300 auch in mehreren anderen Bands und in Personalunion Veranstalter der Super-Oldie-Nacht, freut sich, dass mit den „Herolds“ das Gefühl der 68er-Jahre bis ins Jahr 2015 gerettet wird. „Wir sind seit damals Freunde und können uns auf diese besondere Weise immer wiedersehen. Das genießen wir am 31. Oktober und freuen uns auf eine volle Kongresshalle.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen