Verkehrsberuhigung in Güstrow : Tempo 30 auch für Ulrichstraße

Karlheinz Brenncke setzt sich für eine Tempo-30-Zone in der nördlichen Schweriner Vorstadt einschließlich der Ulrichstraße ein.
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Karlheinz Brenncke setzt sich für eine Tempo-30-Zone in der nördlichen Schweriner Vorstadt einschließlich der Ulrichstraße ein.

Anwohner fordern Geschwindigkeitsbegrenzung in der nördlichen Schweriner Straße auch für ihre Straße

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04. November 2014, 06:00 Uhr

Flächendeckend möchte Güstrows Bürgermeister ein Tempo-Limit von 30 km/h für den nördlichen Teil der Schweriner Vorstadt einführen. Der dafür vorgesehene Bereich grenzt im Westen an die Ulrichstraße, nimmt diese selbst aber von der geplanten Regelung aus. Dagegen stehen jetzt Anwohner auf. Sie fordern auch für die Ulrichstraße eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Karlheinz Brenncke hat sich aufgemacht und sammelt Unterschriften, die diese Forderung untermauern sollen.

Eine Tempo-30-Zone in den Grenzen Ulrichstraße, Eisenbahnstraße, Industriestraße und Feldstraße sei insgesamt zu begrüßen, da sie zu einer Verkehrsberuhigung führen werde. „Aus mir unverständlichen Gründen ist aber unsere Ulrichstraße, die auch eine Wohngebietsstraße ist, von dieser Regelung ausgenommen“, sagt Karlheinz Brenncke. Aus seiner Sicht werde das unweigerlich dazu führen, dass noch mehr Verkehr als bisher durch die Ulrichstraße gehen wird. „Weil sich ein Autofahrer in der Regel für den schnellsten Weg entscheidet“, erklärt er. 18 Unterschriften hatte er gestern schon beisammen. Er hofft auf weitere Unterstützung.

Der Vorschlag der Stadtverwaltung für ein Tempo-Limit schließt so genannte Vorrangstraßen, nämlich die Feldstraße, Ulrichstraße, Industriegelände und Eisenbahnstraße aus. Für die Stadt ist die Ulrichstraße eine wichtige Trasse zwischen der Weststadt und der Nordstadt. Mit dem Durchbruch zur Industriestraße habe der Verkehr auf der Ulrichstraße schon deutlich zugenommen, sagt auch Karlheinz Brenncke. Wer von der Industriestraße komme, sei bei leicht abschüssiger Straße aber auch recht schnell unterwegs. „Prognostiziert wurde uns Anfang dieses Jahrzehntes, dass aus täglich 600 Fahrzeugen bis zum Jahr 2020 4900 werden können“, berichtet der Anwohner der Ulrichstraße. Für ihn würde eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h vor diesem Hintergrund genau passen.


Ausschuss spricht sich für Tempo-30-Zone aus


Bürgermeister Arne Schuldt, der als Verkehrsbehörde die Regelung auch allein treffen könnte, will darüber am 4. Dezember die Stadtvertreter abstimmen lassen. Zuvor hat er die Bewohner der nördlichen Schweriner Vorstadt um ihre Meinung gebeten. Ausgangspunkt für eine Tempo-30-Zone, so erklärte Schuldt, seien Forderungen von Bewohnern nach einer Verkehrsberuhigung gewesen. Amtsleiterin Jane Weber ergänzte dazu gestern Abend auf der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses, dass es auch um einen sicheren Schulweg gehe. Mit dem Umzug der Hasenwald-Grundschule in das Haus der Wossidloschule hätten sich die Schülerströme verändert. Dem wolle man Rechnung tragen. Während Lothar Fila (CDU) Geschwindigkeitsbegrenzungen in Schulbereichen grundsätzlich begrüßt, fragte sich Ausschussvorsitzender Sebastian Berg (CDU), ob Tempo 30 dem Willen der Anwohner entsprechen würde. Er ist gespannt auf die Meinungsäußerungen der Anwohner. Der Stadtentwicklungsausschuss empfahl der Stadtvertretung der Einrichtung einer Tempo-30-Zone zuzustimmen.


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