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Mit 80 noch eifriger Züchter : Tauben wichtige Lebensbegleiter

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Der Güstrower Arno Schwandt, ein Urgestein der Rassetaubenzucht, feiert heute seinen 80. Geburtstag.

Als es um das Foto für diesen Beitrag über Arno Schwandt, ein Urgestein der Rassetaubenzucht in der Region Güstrow/Bützow, ging, war schnell klar, dass die „Beste Taube“ der Mela 2013 auf das Bild muss. Für eine Kingtaube dominant-rot erhielt der Güstrower damals eine Bronzemedaille – auf dieser Mela das höchste Prädikat. Mit Blick auf das prächtige Tier erzählte Arno Schwandt, dass die Rasse in den 1960er-Jahren als Neuzüchtung aus Amerika bekannt wurde. Er war von den Kingtauben sofort fasziniert. „Es ist eine feine Rasse, die man ohne weiteres in die Hand nehmen kann. Sie fliegen auch nicht wie wild herum“, charakterisiert er seine Lieblingszuchttiere. Außerdem züchtet Arno Schwandt Strasser.


Schon als kleiner Bengel in Tauben vernarrt


Mit beiden Rassen, aber besonders mit den Kingtauben, räumte er bei so manchen Ausstellungen Ehrenpreise ab. Die Sonderzuchtvereine der Strasser und Kingtauben würdigten seine züchterische Arbeit jeweils mit „Goldenen Ehrennadeln“. Im Landesverband MV wird er als „Landesehrenmeister“ geführt und geschätzt. Im Kingtaubenklub Deutschlands ist Arno Schwandt Ehrenmitglied. „Auch vom Verband der Deutschen Taubenzüchter wurde ich mit einer silbernen Ehrennadel ausgezeichnet“, blickt er stolz auf seine Leistung als Züchter zurück.

Schon als Bengel lief der kleine Arno überall dorthin, wo es Tauben zu sehen gab. Mit 13 war das Interesse an den Tieren so groß, dass er die ersten Zwerghühner und Tauben hatte. Das war noch in Bützow. Als Lehrling wurde Arno Schwandt Mitglied im Bützower Rassegeflügelverein. Strasser waren seine ersten Zuchttiere. Als er 1964 nach Güstrow zog, trat er dem Güstrower Rassegeflügelverein „Phönix von 1928“ bei. Schon wenige Monate später wurde er bei einer Neuwahl in den Vorstand gewählt. Anfangs war Arno Schwandt Ringwart, dann Jugendwart, 2. Schriftführer und 2. Vorsitzender. „Damals zählte der Verein mehr als 100 Mitglieder“, erinnert sich Schwandt. Nach der Wende übernahm er den Verein als 1. Vorsitzender. Aus gesundheitlichen und Altersgründen gab er den Posten vor zwei Jahren ab.


Zeitintensives Hobby spendet viel Energie


Arno Schwandt ist aber weiter Vereinsmitglied und hat immer noch rund 40 Tauben im Schlag. Zusammen mit Strassern hatte er in seinen besten Züchter-Zeiten 120 Tiere in seinen Ställen. „Rassetauben haben mich seit der Schulzeit mein ganzes Leben begleitet und ich bleibe meinem Hobby auch weiter verbunden“, resümiert er an seinem 80. Geburtstag, den er heute mit Freunden, Vereinsmitgliedern und anderen Züchtern feiert. Und natürlich mit seiner Frau. Die unterstützt ihn bei seinem Hobby immer noch bei der Reinigung der Ställe, beim Füttern, bei der Nestkontrolle und beim Durchleuchten der Eier, weil er es allein nicht mehr schaffen würde.

Schwandt hat mit seinem Hobby aber noch eine Erfahrung gemacht. „Die Rassetaubenzucht hat mir, auch wenn es eine zeitintensive Freizeitbeschäftigung ist, immer die Energie gegeben, die ich auch für meine Ehrenämter und mein Berufsleben brauchte“, nennt er den wichtigsten Grund für dieses nie erlahmende Interesse. Schwandt war Stadtvertreter sowie als gelernter Bäcker, Handwerks- und Industriemeister sowie Ingenieur für Fleischtechnologie für die Qualitätsprüfung in der Konsum-Bäckerei Güstrow und bis 1992 im Konsum-Fleischverarbeitungskombinat Güstrow verantwortlich.

 




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