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Güstrower Anzeiger

23. Oktober 2017 | 21:08 Uhr

Tanzkursus : Tanzen für Körper und Seele

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Wöchentliches Treffen im Gemeindehaus der Kirche in Laage / Sportlicher Aspekt des Tanzens in Vordergrund

von
erstellt am 11.Feb.2015 | 14:12 Uhr

Zwei Schritte vor, zwei zurück, drehen links, drehen rechts – die Anweisungen von Dana Schestag (37) kommen mit Schwung, ersetzen die Worte doch die Musik. Einmal in der Woche treffen sich im Gemeindehaus der Christophorus-Kirchengemeinde Laage Frauen und ein Mann zum Tanzen. Seit etwa einhalb Jahren bietet die Dana Schestag diesen Kursus an. Ungern benutze sie das Wort Seniorentanz. „Da denken die Leute an Kaffee trinken und Walzer tanzen. Das ist es nicht. Unser Tanz hat eine sportliche Note“, erklärt die Laagerin, die auch Vorsitzende des Landesverbandes Seniorentanz ist.

Am Dienstag übten sich die Teilnehmer im Tanz mit dem klingenden Namen „Träumen unter Pinien“. „Zuerst üben wir Schritte ohne Musik ein. Erst dann kommt die Musik dazu“, erklärt die Tanzlehrerin, die auch in Rostock mehrere Kurse leitete. Es sei schon ein recht anspruchsvoller Paartanz, bestätigen die Teilnehmer. Über den Bundesverband stünde ein riesiges Repertoire an Tänzen zur Verfügung. Eine fundierte Ausbildung gehöre selbstverständlich auch dazu, betont die Tanzlehrerin. Im Laufe der Übungsstunde wird es hörbar international – ein griechischer Tanz, ein Tanz aus Israel und zum Schluss noch ein afrikanischer Partytanz. Zu den Favoriten der Laager Gruppe gehören u.a. das Lied vom kleinen grünen Kaktusund manche Walzermelodie. Man sieht sich noch als Anfänger. Zum großen Tanzfest zum 20-jährigen Bestehen des Landesverbandes Seniorentanz am 10. Oktober, wolle man aber in der Stadthalle in Rostock dabei sein, erklären die Frauen.

Wie das beim Tanzen oft so ist, schlüpfen Frauen mit Anstecker in die Führungsrolle des Mannes. Allein Rainer Newinscheni (64) braucht keinen Anstecker. „Die Tanzstunde ist mein schönster Termin in der Woche“, sagt der Goritzer. Er sei von Anfang an dabei und habe schon immer gern getanzt. Er schätzt den sportlichen Aspekt des Tanzens. Nebenbei könne man auch ein bisschen klönen.

„Tanzen ist etwas für Körper und Geist“, betont Jutta Schulz (63) aus Laage. Manche Tänze seien ganz schön schwierig. Man müsse viele Schrittfolgen im Kopf haben. Auch sie schätzt die Geselligkeit in der Runde. „Tänzer sind meist aufgeschlossene und fröhliche Menschen“, sagt Dana Schestag. Jutta Schulz kann das nur bestätigen. Die gemeinsame Bewegung zu schöner Musik hebe die Stimmung.

Älteste Teilnehmerin in der Runde ist Ilse Gaevert (78) aus Liessow. Musik und Tanz liebe sie schon seit ihrer Jugendzeit. Inzwischen ist sie an der Hüfte operiert. „Aber es geht schon wieder wunderbar. Wir haben immer viel Spaß miteinander“, sagt die Liessowerin, die bis zu ihrer Hüft-OP auch zu einer Line-Dance-Gruppe gehörte. Ob sie damit noch weitermacht, müsse sie noch überlegen. Ohne ausreichend Bewegung würde ihr aber etwas fehlen.

 

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