20 Fragen an : Tanzen aus Leidenschaft und Berufung

Anja Lambert lebt für und fast schon in ihrem Tanzstudio in der Glasewitzer Chaussee.
Anja Lambert lebt für und fast schon in ihrem Tanzstudio in der Glasewitzer Chaussee.

Anja Lambert hat unzählige Güstrower Kinder und Jugendliche für das Tanzen begeistert.

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10. Februar 2018, 12:00 Uhr

Eine waschechte Güstrowerin ist Anja Lambert. Geboren in Güstrow, hat sie nach dem Besuch der Richard-Wossidlo-Schule“ am Fachgymnasium „Johann Heinrich von Thünen“ in Bockhorst die Fachhochschulreife in Wirtschaft erworben. Schon da ließ sie sich an den freien Wochenenden in Berlin beim Erfolgschoreografen Detlef D! Soost zum Dance-Coach ausbilden und unterrichtete unter der Woche nach der Schule Kinder und Jugendliche im Tanz.

Schon mit sechs Jahren sei in ihr die Faszination für das Tanzen geweckt, erzählt sie. Nach jahrelangen Selbstversuchen im heimischen Kinderzimmer nahm sie Unterricht und steckte jeden Cent ihres Taschengeldes in Workshops mit verschiedenen Choreografen, um sich immer weiter zu verbessern.

„Meine damalige Tanzlehrerin Ira Dieckhoff verließ aus beruflichen Gründen Deutschland und fragte mich, ob ich mich nicht ausbilden lassen und ihre Kurse weiterführen möchte. Nach einigen Jahren musste ich mich entscheiden, ob ich es wage meinen Traum voll und ganz zu leben oder wie viele es immer zu mir zu sagen pflegten, ,etwas Vernünftiges’ zu machen.“ So kam es, dass Anja Lambert das Konzept für ihr Projekt „FANatic D!ance“ schrieb, noch einige Existenzgründerseminare mitmachte und unter diesem Namen schließlich 2007 ihre eigene Tanzschule eröffnete. Seit Jahresbeginn koordiniert sie im neu gegründeten Verein Fanaticdance e.V. den Tanzbetrieb in der Glasewitzer Chaussee. Parallel studiert die 31-Jährige in Rostock Psychologie.
Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Gut abschalten kann ich in meiner kleinen, süßen Wohnung. Ansonsten liebe ich die Ostseestrände und habe eine besondere Beziehung zu Koserow auf der Insel Usedom.
Wenn Sie morgen Bürgermeisterin wären, was würdenSie in Ihrem Wohnort als erstes ändern?
Ich glaube nicht, dass das im Rahmen meiner Kompetenz liegt, aber ich denke es lohnt sich darüber nachzudenken, wie man die Stadt wieder attraktiver für junge Menschen macht. Es gibt viele junge Leute mit tollen Ideen und Potential, die wir an andere Regionen verlieren.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
Das ist wohl keine Überraschung: natürlich in den Räumen von „FANatic D!ance e.V.“.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Mit Hip-Hop-Kursen und Workshops, die ich im Fitnessstudio gab.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Das hört sich bestimmt so übervernünftig an, aber tatsächlich für Workshops und Weiterbildungen.
Was würden Sie gerne können?
Singen. Dann müssten Freunde, die in meinem Auto mitfahren, nicht mehr so leiden.
Was stört Sie an anderen?
Neben Respektlosigkeit ganz klar Vorurteile! Außerdem mag ich es nicht, wenn Menschen mehr Zeit mit dem Leben Anderer verbringen, als mit ihrem eigenen.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Über meinen Hund Bubble, ein Blonder Labrador, der mich jeden Tag aufs Neue zum Lachen bringt.
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Ich wurde geblitzt, zählt das?
Wer ist Ihr persönlicher Held und warum?
Kinder. Sie sind noch nicht so verkopft wie wir Erwachsenen es oft zu sehr sind. Diesbezüglich denke ich sofort an einen Ausspruch von Jorge Bucai: „Kindern erzählt man Geschichten zum Einschlafen, Erwachsenen zum Aufwachen.“
Welches Buch lesen Sie gerade?
Wie aus der Vorantwort zu schlussfolgern, liebe ich die Bücher von Jorge Bucai. Momentan gehört meine Aufmerksamkeit allerdings sehr vielen Fachbüchern, die ich für mein Studium benötige.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Ehrlich gesagt schaue ich ungern das tägliche Fernsehprogramm, sondern lieber gut gemachte Filme oder Serien.
Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Aus Eigeninitiative heraus bei keinem von beiden.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Als Teenager hätte ich alles dafür gegeben Britney Spears zu treffen.
Wenn Sie kochen: Was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Meine Freunde werden schmunzeln, wenn sie die Frage lesen, denn ich koche wirklich total ungern.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Es gibt wahnsinnig viele (einige habe ich sogar in Tattoos eingearbeitet), denn Musik begleitet mich natürlich besonders durch das Tanzen mein ganzes Leben. In den letzten Jahren allerdings lag mir besonders „Masterpiece“ von Jessi J am Herzen.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Mein Vater schenkte mir als ich klein war eine silberne Taschenuhr. Ich habe sie heute immer noch und sie sogar auf meiner Haut verewigt.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Ich möchte einmal in meinem Leben in ein Reisebüro gehen und eine richtige Urlaubsreise buchen. Das habe ich noch nie getan.
Wie gestalten Sie ihre Freizeit als Rentnerin?
Bis dahin habe ich noch ein bisschen Zeit, aber ich denke das kreative Arbeiten wird mich nie wirklich loslassen.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Kerstin Lorenz. Sie ist Lehrerin für Musik und Deutsch an der Wossidloschule und war meine Klassenlehrerin. Sie geht mit Energie, Leidenschaft und ehrlichem Interesse an der Entwicklung ihrer Schüler durch ihre tägliche Arbeit und gestaltet jedes Jahr mit viel Hingabe das Programm für das Wossidlo-Fest.

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