Runder tafel-Geburtstag : Tafelmitarbeiter: Zeit zum Danken

Sandro Schultz, Jürgen Rachow, Marita Andresen, Gabriele Kempke, Annett Langner und Torsten Kelm (von links) gehören zum Team. 
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Sandro Schultz, Jürgen Rachow, Marita Andresen, Gabriele Kempke, Annett Langner und Torsten Kelm (von links) gehören zum Team. 

Güstrower Tafel besteht seit 20 Jahren: Sponsoren und Unterstützer eingeladen.

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12. August 2016, 05:00 Uhr

Am 2. September gibt es bei der Güstrower Tafel Grund zum Feiern: Sie besteht seit 20 Jahren. „Dieses Jubiläum möchten wir nutzen, um denen zu danken, die uns seit Jahren in unserer Arbeit unterstützen“, sagt Gabriele Kempke, die als Leiterin vor Ort die Fäden zusammenhält. Ab 10 Uhr sollen die Feierlichkeiten am Pfahlweg 1f in der Güstrower Südstadt beginnen, zu denen alle Sponsoren, ob private oder geschäftliche, eingeladen sind. Dankbar sind die Mitarbeiter auch für die Unterstützung zu ihrer Jubiläumsfeier.

Seit 20 Jahren hilft die Güstrower Tafel Menschen, die oft nicht genug zum Leben haben. Sie versorgt mit Lebensmitteln, die Einkaufsmärkte, Drogerien oder Bäckereien sonst oftmals wegwerfen würden. 20 Frauen und Männer kümmern sich regelmäßig und ehrenamtlich darum, dass das sortierte und aufbereitete Obst und Gemüse sowie weitere Lebensmittel weitergegeben werden können. Dazu kommen noch Mitarbeiter an den neun Ausgabestellen auf dem Land. In Krakow am See werden seit einigen Monaten auf einem Privatgrundstück einmal in der Woche Lebensmittel ausgegeben. Bis dahin war die Ausgabestelle in der Sozialstation der Caritas, doch dort konnte es nicht mehr sein. „Das muss man Sabine Wojciechowski hoch anrechnen, dass sie ihre Privaträume dafür öffnet“, sagt Gabriele Kempke.

Karin Voß ist schon seit 16 Jahren beim Verein „Güstrower Tafel“ tätig. Die 64-Jährige sei so „reingerutscht“ und sehr gerne für den Verein aktiv. Auch für Elfriede Steinmetz (65) gehört die Tätigkeit hier selbstverständlich dazu. „Zu Hause höre ich nichts und hier komme ich unter Leute“, begründet sie ihr Engagement. Zuerst wird die Ware von den Geschäften abgeholt. Einladen, ausladen, dann sortieren und schließlich folgt die Ausgabe der Waren – jeder weiß, was er zu tun hat und packt überall mit an, wo es nötig ist.

Einige Projekte wurden von der Güstrower Tafel angeschoben. So beispielweise eines mit der Schule an der Ahornpromenade. Aktion „Kinderessen“ heißt es. Auch hat der Verein in einem Gewächshaus Gurken und Tomaten angebaut. Unter freiem Himmel wachsen Kartoffeln, Bohnen und Zwiebeln. So können sie auch frisch geerntetes Gemüse weiter geben. Jürgen Rachow ist eine der guten Seelen des Vereins. „Er kommt extra am Wochenende her, um die Pflanzen zu gießen“, lobt die Leiterin.

Wöchentlich werden mehr als 1600 Männer, Frauen und Kinder von der Güstrower Tafel mit Lebensmitteln versorgt. „Es werden immer mehr“, sagt Gabriele Kempke. Weil die Versorgung mit Lebensmitteln in den Jahren schwieriger geworden ist, sind die ehrenamtlichen Mitarbeiter umso dankbarer für jede Unterstützung. Kaum einer könne sich vorstellen, wie die Arbeit in der Tafel tatsächlich aussehe. Von morgens 6.30 Uhr bis nachmittags 14…15 Uhr müsse man rechnen. „Und das ohne einen Cent“, fügt Annett Langner hinzu. Die 49-Jährige ist für Gabriele Kempke eine Stütze bei der Organisation. Und für alle ist darum umso wichtiger, dass nicht nur die Arbeit gesehen wird. „Wir möchten auch unser Vereinsleben pflegen“, sagen sie. Darum wurde kürzlich bowlen gegangen oder es gibt mal ein Grillfest. Nun aber soll das 20-jährige Bestehen der Tafel im Fokus stehen. Die Mitstreiter hoffen, dass die Sponsoren kommen und mit ihnen dieses Fest begehen werden.

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