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Güstrower Anzeiger

17. Dezember 2017 | 03:19 Uhr

Tourismus : Supersaison auch in Güstrow

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Bei Herbergsbetrieben in der Hochsaison oft „Oberkante“

In die sehr gute Zwischenbilanz der Touristiksaison (SVZ berichtete) reihen sich auch die Beherbergungsbetriebe der Region Güstrow ein. Der vor der Saison immer wieder gefürchtete bundesweit schmale Ferienkorridor in diesem Jahr habe zwar schon Auswirkungen gehabt, nicht jedoch so stark wie befürchtet. Schönes, lang anhaltendes Sommerwetter hatte in dieser etwas ungewissen Hochsaison den Beherbergungsbetrieben in die Karten gespielt.

Nach einem „durchwachsenen“ ersten Quartal und einem von der Fußball-WM etwas beeinträchtigten zweiten stand das „Hotel am Schlosspark“ in Juli und August „Oberkante“. Inhaber Olav Paarmann: „Da geht nichts mehr.“ Das sei aber schon seit etwa drei Jahren so, von diesen Monaten lebe man das ganze Jahr. Und die WM-Tage, an denen regelmäßig weniger familiär gefeiert und getagt wird, habe man durch „Public Viewing“ ein bisschen ausgleichen können. Wichtiger sei für ihn die Vor- und Nachsaison, und in dem Zusammenhang spiele der Flughafen eine bedeutende Rolle, hält Paarmann ein Plädoyer für Rostock-Laage. „Aus Stuttgart oder Frankfurt fährt keiner mehr für ein Wochenende nach Mecklenburg“, meint der Hotelier. Auch für das Tagungsgeschäft berge die Fluganbindung noch deutliche Reserven.


Auslastung im Resort über 90 Prozent

Im ersten „richtigen“ Jahr seines „Strandhauses“ hatte Erich-Alexander Hinz vom „Kurhaus“ eine besondere Situation. Da hätte das Wetter natürlich ebenso seinen Anteil. Dass es für den Neubau am Inselseestrandrand schon wesentlich besser gelaufen sei und zudem das Haupthaus noch einmal einen Zuwachs verzeichnete, sei wichtig. Schließlich ziehe auch das Lohnniveau deutlich an, mache sich, neben dem Mindestlohn, ein Fachkräftemangel bemerkbar. Hinz hat seinen Mitarbeiterstab in den letzten drei Jahr auf jetzt 75 verdoppelt.

In Krakow am See verzeichnete die Touristinformation in der Hochsaison für Ferienwohnungen, Ferienhäuser und Hotels „sehr gute“ Buchungen. Vor allem Radfahrer hätten wie schon in den vergangenen Jahren den Luftkurort stark frequentiert, sagt Silvia Meyer. „Aber wir konnten immer spontanen Gästen ein Quartier vermitteln, sei es auch etwas außerhalb“, erklärt die Leiterin der Touristinformation. Auch jetzt noch gebe es weiter Nachfragen, wozu natürlich das schöne Wetter beitrage. Und für Herbstferien liefen jetzt kräftig die Reservierungen an. Allerdings, die Vorsaison hätte besser laufen können, meint Meyer. „Noch bessere Angebote schnüren, bessere Werbung… – Wir arbeiten daran.“

Bei Van der Valk in Linstow ist die Hochsaison noch in vollem Gange. 1700 Gäste hat das größte Ferienresort in MV aktuell. „Das liegt daran, dass einige Bundesländer noch Sommerferien haben“, sagt Marketingchefin Heike Gebauer. Während der Juli noch sehr verhalten gewesen sei, habe man im August und jetzt im September eine Auslastung von mehr als 90 Prozent. Schon jetzt zieht Heike Gebauer deshalb ein positives Fazit der Feriensaison. Das Resort Linstow ist mit mehr als 200 Mitarbeitern der größte touristische Arbeitgeber im Landkreis Rostock und zählt jedes Jahr ca. 400 000 Übernachtungen.


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