Güstrow : Süße Wolfsmädchen im Wildpark

Freuen sich über den Nachwuchs: Tierpflegerin Liane Kasch, Tierarzt Olaf Freudenberg, Tierpflegerin Petra Koppe, Wildpark-Chef Klaus Tuscher und Tierpflegerin Angelika Lederer Fotos: Caroline Weissert
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Freuen sich über den Nachwuchs: Tierpflegerin Liane Kasch, Tierarzt Olaf Freudenberg, Tierpflegerin Petra Koppe, Wildpark-Chef Klaus Tuscher und Tierpflegerin Angelika Lederer (v.l.) Fotos: Caroline Weißert

Fünf Wochen sind die Jungtiere im Güstrower Wildpark alt – drei von ihnen konnten bei einer Kontrolle nun tierärztlich versorgt werden.

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02. Juni 2016, 20:30 Uhr

Es war gar nicht so einfach für die Tierpfleger bei strömendem Regen am Donnerstagmorgen die fünf Wochen alten Wolfswelpen aus ihrem Bau zu bekommen. Ihre erste tierärztliche Untersuchung stand an. Dafür tauchte Tierpflegerin Angelika Lederer sogar kopfüber in das Höhlensystem ab, um die Wölfe zu fangen. Drei Welpen hatten sich hier vor der Witterung in Sicherheit gebracht. „Die Wölfe sind sehr flink – anders bekommt man sie nicht heraus und irgendwie mache ich das auch gerne, obwohl man hinterher ganz schön eingesaut ist“, erklärt die erfahrene Tierpflegerin, während sie sich noch den Sand von der Hose klopft.

Insgesamt fünf Babywölfe hatten die Tierpfleger in den vorangegangenen Tagen im Wolfsgehege ausfindig machen können. „Das ist jetzt der zweite Wurf von unseren Leitwölfen Nena und Nevin – schon im letzten Jahr hatten sie fünf Junge“, erklärt Angelika Lederer weiter und Wildpark-Chef Klaus Tuscher fügt hinzu: „Fünf ist eine tolle Anzahl – normal sind zwischen zwei und sieben Welpen. Wir freuen uns über den Nachwuchs und es ist gut, dass das Rudel nicht so schnell so groß wird.“ Von Vorteil sei, dass die Tiere im Wildpark in einem Familienverband leben und nicht von Menschenhand zusammengesetzt werden.

Wurmkur muss sein: Dem kleinen Wolfsmädchen schmeckt die Wurmkur nicht besonders, aber sie ist wichtig.
Wurmkur muss sein: Dem kleinen Wolfsmädchen schmeckt die Wurmkur nicht besonders, aber sie ist wichtig.
 

Obwohl sich die Jungtiere anfangs nur ungern einfangen ließen, genossen sie schließlich doch die Streicheleinheiten der Tierpfleger. So nah werden auch sie den Tieren wohl nicht mehr kommen. „Schon in zwei Wochen sind sie so schnell, dass wir sie nicht mehr einfangen können“, sagt Klaus Tuscher. Noch im Wolfsgehege nahm Tierarzt Olaf Freudenberg die Wölfe in Augenschein. Eine Überraschung gab es bei der Geschlechterbestimmung – gab es im vergangenen Jahr einen Männerüberschuss, gibt es in diesem Jahr mehr Weibchen. „Alle drei sind Mädchen“, bestätigt der Tierarzt, der die Jungtiere ebenfalls impfte, ihnen einen Chip implantierte und eine Wurmkur verabreichte.

Zwei weitere Geschwister konnten am Donnerstagmorgen nicht entdeckt werden. „Wahrscheinlich sind sie mit den Alttieren in der Raubtier-WG unterwegs“, meint Angelika Lederer. Auf insgesamt rund vier Hektar Land, könnte sich die Suche indes schwierig gestalten. „Wir sind froh, dass alles so gut geklappt hat und wir die drei Mädchen untersuchen konnten und sie wohl auf sind – das mit den übrigen beiden muss sich ergeben. Dafür braucht man ausreichend Personal und etwas Zeit“, sagt Tierpflegerin Liane Kasch. Obgleich der morgendliche Wolkenbruch für die Menschen nicht gerade angenehm war, habe er bei der Suche nach den Tieren geholfen. „So haben sie sich in die Höhle zurückgezogen – andernfalls hätten wir sie womöglich nicht bekommen“, fügt Angelika Lederer abschließend an.

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