zur Navigation springen

Güstrower Pfadfinder : Suche nach Gott und Abenteuern

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Christliche Pfadfinder aus Güstrow setzen auf Freundschaft, Erlebnisse in der Natur und wollen den Glauben stärken

von
erstellt am 28.Jan.2015 | 05:00 Uhr

Ihre neuen Mitglieder nennen sie „Wölflinge“ und einmal im Jahr begeben sich auf den „Hajk“, eine gemeinsame Abenteuerwanderung – mit ihren bunten Halstüchern pflegen die christlichen Pfadfinder aus Güstrow ihre eigenen Rituale. „Scouven“ heißt die Pfadfindergruppe in der Barlachstadt, ein Fantasiename, enstanden bei der Gründung vor 15 Jahren. Der Name setzt sich aus „Scout“ und „Raven“ zusammen. „Gruppe“ ist aber eigentlich falsch, denn die Pfadfinder nennen sich selbst „Stamm“. „Gemeinsam die Natur entdecken, den Zusammenhalt stärken und gemeinsam Gott finden“, erklärt Leiter Joachim Voss die Ziele seines 14-köpfigen Stammes. „Dass bei uns von Gott die Rede ist, gehört sich für christliche Pfadfinder“, sagt er, schiebt aber gleich hinterher: „Es ist keine Voraussetzung, in der Kirche zu sein.“


Nachtwanderungen und Spurensuche


Oliver Edler aus Kritzkow ist seit vier Jahren dabei, darf bereits das grün-blaue Halstuch tragen. „Ich bin stolz darauf, Pfadfinder zu sein und diese Tuch tragen zu dürfen“, sagt der zwölfjährige Jungpfadfinder. Singen am Lagerfeuer, Nachtwanderungen, auf Spurensuche gehen – das alles gefällt Oliver Edler. Er freut sich schon auf den „Hajk“ vom 28. März bis zum 3. April in den Osterferien, der dieses Jahr ins Zittauer Gebirge führt. „Alles, was wir brauchen, müssen wir selbst tragen“, sagt Joachim Voss zu dieser erlebnispädagogischen Aktion. Täglich wird bis zu 15 Kilometer gewandert. Voss organisiert die Pfadfindergruppe im Rahmen seiner Arbeit als Regionalreferent für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in den Kirchenregionen Güstrow und Mecklenburgische Schweiz.

Die Freundschaft und die gemeinsame Suche nach Gott sind für Oliver Edler und seinen Freund Tim David (12) aus Zehna wichtig bei den Pfadfindern. „Ich schnitze zudem gerne“, sagt Tim. Und der 13-jährige Kevin Heller aus Güstrow ergänzt: „Das gemeinsame Singen macht mir vor allem Spaß.“ Alle zusammen sind sie eine eingeschworene, aber keine abgeschlossene Gemeinschaft. „Unser Stamm ist immer offen für neue Mitglieder“, sagt Joachim Voss. Wöchentlich treffen sich die Pfadfinder mittwochs um 16.30 Uhr im Gemeindehaus am Domplatz 6.

Nach dem „Hajk“ in den Osterferien geht es vom 29. bis 31. Mai ins Frühlingslager nach Dobbertin – mit Jurten und Kothen, Lagerfeuer und allem, was dazu gehört. Vom 19. bis 26. Juli ist der 15. Kanusommer in der Mecklenburgischen Seenplatte geplant und Ende September steigt das Herbstlager in Hohen Mistorf.  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen