Ganschow : Stuten beherrschen wieder Szene

Patrick Wegner führte bei der gestrigen Verkaufsvorstellung diesen Zweispänner mit dem Trakehner Wallach Vivus und dem Mecklenburger Wallach Statist  vor. Wer sie kauft, hat Pferde für die gehobenen Freizeitfahrt und auch für ein Turnier. Fotos: hans-jürgen kowalzik (5)
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Patrick Wegner führte bei der gestrigen Verkaufsvorstellung diesen Zweispänner mit dem Trakehner Wallach Vivus und dem Mecklenburger Wallach Statist vor. Wer sie kauft, hat Pferde für die gehobenen Freizeitfahrt und auch für ein Turnier. Fotos: hans-jürgen kowalzik (5)

Die 18. Ganschower Stutenparaden wurden gestern eröffnet. Sie wird von SVZ präsentiert. Die Schau umfasst 17 Bildern. Wichtig ist Gestütschef Friedhelm Mencke aber auch der Vormittag mit offenen Ställen und einer einstündigen Verkaufsveranstaltung.

svz.de von
07. Juli 2014, 06:00 Uhr

Gestern um 9 Uhr: Die ersten Besucher der Ganschower Stutenparaden passieren den Einlass. Da ist der Beginn der Präsentation der 17 Schaubilder zwar noch vier Stunden entfernt, aber auch der Vormittag mit seinem Programm ist Gestütschef Friedhelm Mencke immer sehr wichtig. „Wir haben damit gute Erfahrungen gemacht, denn viele Besucher lieben es, durch die Ställe zu gehen, sich die Pferde aus der Nähe anzuschauen und sie zu streicheln“, erklärt der Pferdeexperte. Deshalb kamen gestern auch Christine und Peter Knobloch von der Insel Rügen zum zweiten Mal nach Ganschow. An ihrer Seite Enkelin Julia Reiz, die reitet und Pferde hat. „Es wurde sogar schon ein Fohlen bei uns geboren und ein zweites kommt noch“, erzählte sie. Vater Knobloch fasziniert das, was auch für Friedhelm Mencke immer der Höhepunkt ist. Wenn nach dem Schlussbild die Stutenherde am Horizont in unserer herrlichen mecklenburgischen Landschaft verschwinde, ist das für Peter Knobloch ein Erlebnis mit Gänsehautcharakter.

Unmittelbar vor Beginn der Parade sorgte gestern erstmals die Voltigiergruppe Blo aus Rostock für Abwechslung, bevor sie den Parcours für die Pony-AG des Gestüts freigab, mittlerweile ebenfalls eine gute Tradition.

Dazwischen lag allerdings noch ein sehr wichtiger Programmpunkt: die einstündige Verkaufsveranstaltung, bei der bei jeder Stutenparade Reit- und Fahrpferde für den Turniersport und die Freizeit sowie das Tombola-Fohlen vorgestellt werden. Mencke: „Wir verkaufen zwar nichts an diesen Tagen, aber wir verabreden uns mit Kunden, die Kaufabsichten haben.“ Mit „Swarowski Sun“, einem vierjährigen Mecklenburger Wallach, und dem fünfjährigen Mecklenburger „Sir Dorn“ waren hochdekorierte Pferde dabei.

Trotzdem: Pferde zu verkaufen, ist schwerer geworden. „Wir haben wieder eine Durststrecke, die wir aber überwinden werden“, sagt Mencke. Dieser Trend läuft deutschlandweit. Das Problem: Pferde werden zwar nachgefragt, aber letztlich weniger gekauft.

Friedhelm Mencke wäre aber nicht Mencke, wenn er da den Kopf ins „Stroh“ stecken würde. „Wir werden weiter an der Ausbildung der Pferde arbeiten und sie unseren Kunden in einer hohen Qualität anbieten. Außerdem sind wir weiter für Touristen gut aufgestellt“, nennt er die Ganschower Stärken. Zu der zählt zum 18. Mal die Stutenparade. Am 13. und 19. Juli gibt es die Nummern 2 und 3. Auch wieder von der SVZ präsentiert.

Eine nette Begebenheit gab es gestern für den Chef noch zwischendurch: Martin Steffen aus Heikendorf bei Kiel überreichte ihm ein Foto von „Sternenprinzessin“. Steffen gewann das Fohlen 2008. Daraus ist ein schönes Pferd geworden. Es läuft bei ihm vor Ein- und Zweispännern, manchmal auch vorn in einem Viererzug. Mencke fühlt sich in solch einem Moment in der Arbeit des Gestüts bestätigt.


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