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Heftiges Unwetter : Sturm in Güstrow – Glück gehabt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Region zwischen Laage und Krakow am See kam bei schwerem Unwetter im Vergleich mit Bützow glimpflich davon

von
erstellt am 07.Mai.2015 | 06:00 Uhr

Während ein Tornado am Dienstagabend in der Bützower Innenstadt schwere Verwüstungen anrichtete, kam die Region zwischen Laage und Krakow am See relativ glimpflich davon. Ein Zeichen dafür ist, dass nahezu sämtliche Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow in Bützow im Einsatz waren.


Sturm bläst Anhänger von Straße


Als schwersten Vorfall registrierte die Güstrower Polizei Dienstagabend gegen 19 Uhr einen umgekippten Lastwagenanhänger. Der Sturm hatte den Anhänger auf der Goldberger Straße/Ecke Ringstraße umgeworfen. Dabei wurde auch eine Straßenlaterne beschädigt. Der Schaden beläuft sich auf ca. 5000 Euro, informiert Gert Frahm von der Polizeiinspektion Güstrow. Bei der Bergung war die Straße eine Stunde gesperrt. „Ansonsten ist in Güstrow bei dem Unwetter polizeilich wenig passiert“, fasst Frahm zusammen. Der Güstrower Stadtbauhof registrierte noch einen umgekippten Baum im Rosengarten sowie weitere umgestürzte Bäume zwischen der Brücke von Schöninsel und der Bauhofer Bucht.

Während die Situation laut Krakows Wehrführer Remo Schmecht in und um den Luftkurort Dienstagabend absolut ruhig blieb, musste die Freiwillige Feuerwehr Laage öfter ausrücken. Gegen 19.15 Uhr wurden die Kameraden erstmals alarmiert, weil auf Höhe der Sporthalle ein Baum auf die Straße gefallen war. Es folgten weitere umgeknickte Bäume zwischen Laage und Kronskamp, zwischen Laage und Pinnow sowie beim Wasserwerk. „Zudem mussten wir zur Unterstützung des Rettungsdienstes in Kobrow ausrücken, weil es dort einen Stromausfall gab“, schildert Maik Herklotz, stellvertretender Wehrführer in Laage. Auch andere Wehren der Umgebung seien wegen umgestürzter Bäume im Einsatz gewesen. „Das Unwetter zog knapp eine Viertelstunde über Laage. Dann war es schon wieder vorbei. Die Schäden bei uns sind nicht vergleichbar mit denen in Bützow“, sagt Herklotz.

Im gesamten Kreisgebiet mussten die Feuerwehren nach dem kurzen, aber heftigen Sturm 87 Einsätze bewältigen. Den Einsatzschwerpunkt bildete wie gesagt das Stadtgebiet Bützow, informiert der Landkreis Rostock.
Dort mussten eine schwerverletzte Person und 30 Leichtverletzte behandelt werden. 150 Einsatzkräfte waren Dienstagabend in Bützow vor Ort.


Bei 7500 Menschen kurzzeitig dunkel


Als das Unwetter mit Sturmböen von bis zu 100 Kilometern pro Stunde über das Land fegte, spürten das auch viele Kunden im nördlichen Versorgungsgebiet des Energieversorgers Wemag. Bei ihnen wurde es vorübergehend dunkel. „Besonders betroffen waren die Einwohner von Bützow und die Bereiche um Güstrow und Laage. Eine Störung auf der Hochspannungstrasse Güstrow–Wismar führte zum Ausfall des Versorgungsumspannwerks Bützow“, sagt Andreas Haak, Geschäftsführer der Wemag. Von 18.50 bis 19.15 Uhr konnten rund 7500 Kunden nicht mit Strom versorgt werden. „Durch Umschaltungen hatte innerhalb weniger Minuten ein Großteil der Kunden wieder Strom zur Verfügung“, so Haak. Inzwischen sei die 110-kV-Leitung wieder regulär in Betrieb.  


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