Elternverband : Stütze für Eltern von 600 Kindern

Dr. Karin Hübener (rechts) gehört zu den Gründungsmitgliedern des Elternverbandes hörgeschädigter Kinder. Manuela Tamburlini (links) ist die neue 1. Vorsitzende. Elke Prehn leitet die Beratungsstelle.
Dr. Karin Hübener (rechts) gehört zu den Gründungsmitgliedern des Elternverbandes hörgeschädigter Kinder. Manuela Tamburlini (links) ist die neue 1. Vorsitzende. Elke Prehn leitet die Beratungsstelle.

Elternverband hörgeschädigter Kinder feiert 25-jähriges Bestehen / Karin und Christoph Hübener bei der Gründung dabei

svz.de von
28. November 2015, 18:28 Uhr

Mit einer Fachtagung in der ehemaligen Viehhalle feierte der Elternverband hörgeschädigter Kinder sein 25-jähriges Bestehen. Zugleich wurde mit Manuela Tamburlini und Elke Oberländer die neue Leitung des Verbandes vorgestellt. Die beiden Frauen lösen das Duo Dr. Wolfgang Schrumpf und Dr. Karin Hübener ab, die nicht wieder für den Vorstand kandidiert hatten.

Die Krakowerin Hübener, selbst Mutter einer gehörlosen Tochter, hatte den aus über 100 Mitgliedern bestehenden Verband zehn Jahre als 1. und weitere 15 Jahre als 2. Vorsitzende geführt. „Eigentlich war ja mein Mann Christoph derjenige, der auf die Gründung einer Selbsthilfegruppe für Eltern hörgeschädigter Kinder gedrängt hatte“, erinnert sich die 59-Jährige. Die Eheleute gehörten zu den Gründungsmitgliedern des Landesverbandes, der am 26. Mai 1990 in der Aula der damaligen Gehörlosenschule Güstrow ins Leben gerufen wurde. „Wir haben in den 25 Jahren sehr viel geschafft und die Interessen der hörgeschädigten Kinder und ihrer Eltern auf vielen Gebieten vertreten. Uns lag immer daran, dass nicht nur das Kind eine Förderung bekommt, sondern dass auch die Familie dazugehört. Sie ist wichtig, damit sich das Kind zu einem selbstständigen und glücklichen Menschen entwickeln kann“, resümierte Hübener ihre Tätigkeit.

Insgesamt gibt es in Mecklenburg-Vorpommern über 600 hörgeschädigte Kinder. Ihre Eltern haben sehr früh eine Reihe von Entscheidungen zu treffen, die von der Auswahl vielfältiger technischer Hilfsmittel über die Wahl der Schule oder Fördereinrichtung bis hin zu einer späteren beruflichen Ausbildung reichen. Dabei sind die Beratungsstelle des Elternverbandes und die Elternstammtische in den Regionen große Hilfen. Darüber hinaus organisiert der Verband Familien- und Ferienfreizeiten, Workshops und fördert Leiter von Selbsthilfegruppen.

Aktuell steht für den Elternverband der Erhalt seiner Beratungsstellen auf der Agenda. Im Zuge einer Neuordnung kommt das dafür notwendige Geld nicht mehr vom Sozialministerium, sondern wird an die Kommunen und Landkreise vergeben. „Eine unserer nächsten Aufgaben wird sein, die Komplexität unserer Elternberatung darzustellen und nachzuweisen, dass diese Elternberatung hörgeschädigter Kinder nur über kompetente, überregional wirkende Einrichtungen gewährleistet werden kann“, sagte die neue Vorsitzende.

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