Güstrow : Studentenkeller ist gerettet

<fettakgl>Im Güstrower Stuk</fettakgl> kann  weiter abgefeiert werden. Die Existenz des Klubs ist gesichert.
Im Güstrower Stuk kann weiter abgefeiert werden. Die Existenz des Klubs ist gesichert.

Einer der beliebtesten Treffpunkte von Jugendlichen in Güstrow ist gerettet. Die Stadtvertreter stimmten Donnerstagabend einstimmig für den Verbleib des Studentenkellers (Stuk) am jetzigen Standort im Schwarzen Weg.

svz.de von
15. Juni 2012, 08:04 Uhr

Güstrow | Einer der beliebtesten Treffpunkte von Jugendlichen in Güstrow ist gerettet. Die Güstrower Stadtvertreter stimmten Donnerstagabend auf ihrer Sitzung im Bürgerhaus einstimmig für den Verbleib des Studentenkellers (Stuk) am jetzigen Standort im Schwarzen Weg. Auch zukünftig kann der Stuk hier also als Diskothek genutzt werden. Damit einher ging ein Beschluss zum Lärmschutz für das benachbarte Wohngebiet Wallensteinstraße. Hier hatte es in der Vergangenheit immer wieder Beschwerden der Anwohner gegeben.

Thomas Roloff, stellvertretender Vorsitzender des Trägervereins vom Stuk, zeigte sich gestern gegenüber SVZ erleichtert über diese Entscheidung. "Das ist eine große Freude, vor allem auch die Einstimmigkeit. Wir werden unseren Teil dazu leisten und uns um die Jugend in der Stadt kümmern", sagt er. Er ist sich bewusst, dass die Existenz des beliebten Stuk auf der Kippe stand. "Wir haben in der Vergangenheit immer eng mit der Stadt zusammen gearbeitet, um einen alternativen Standort zu finden. Leider ist uns das nicht gelungen."Den Lärmschutz für die Anwohner hält auch Roloff für notwendig. "Wir haben die Aktivitäten im Außenbereich bereits stark eingeschränkt", sagt er.

Bürgermeister Arne Schuldt sagte auf der Stadtvertretersitzung, dass man dieses Problem schon seit Jahren vor sich herschiebe. "Die Bürger, die in der Wallensteinstraße gebaut haben, verlangen, dass die Erschließung endlich abgeschlossen wird. Dazu gehört auch der Lärmschutz", so Schuldt.

Hartmut Reimann, Fraktionsvorsitzender der SPD, plädierte dafür, den Stuk-Standort beizubehalten. So auch Burkhard Bauer (Die Linke): "Der Stuk muss am Ort bleiben. Er ist dort ein Zentrum für viele Jugendliche." Dem schloss sich auch Sascha Zimmermann (FDP) an: "Der Studentenkeller hat seine Berechtigung an dieser Stelle." Einzig Lothar Fila (Freie Wähler) sagte, dass der Klub auch woanders angesiedelt werden könne. Schränkte jedoch gleich ein: "Wir wollen keine neue Standortdiskussion."

Alle Fraktionen in der Stadtvertretung einigten sich auf die Variante 2 für den Lärmschutz. Danach wird der Bürgermeister beauftragt, dem Bauträger, der Landesgrunderwerb MV GmbH (LGE), ein Angebot zum Erwerb einer Grundstücksfläche in Größe von 2000 Quadratmetern zu unterbreiten. Kaufpreis: 120 000 Euro zuzüglich Nebenkosten. Auf dieser Fläche soll die LGE eigenständig einen Lärmschutzwall errichten. Die zukünftigen Pflege- und Unterhaltungskosten sind von der LGE als Grundstückseigentümerin zu tragen. Die Einnahmen sollen zweckgebunden für die Planung und Sanierung des Stuk eingesetzt werden. Alle Fraktionen sahen in dieser Variante die beste für die Stadt. Das gesamte Finanzierungsrisiko liegt bei der LGE.

Die LGE hatte zuvor auch ihrerseits der Stadt ein Angebot vorgelegt. Danach sollte die Stadt gegen Zahlung von 250 000 Euro von der LGE die Verpflichtung übernehmen, einen Lärmschutzwall zu errichten. Hierin sah die Stadt aber zahlreiche Nachteile. So unter anderm die Verpflichtung, die Anlagen zu unterhalten und zu pflegen. Laut Stadtverwaltung betrage der Unterhaltungsaufwand 225 000 Euro für 50 Jahre gemäß vorliegender Kostenschätzung. Das sahen auch die Stadtvertreter und entschieden sich eindeutig gegen diese Variante.

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