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Ein Blickfang oder überflüssig? : Streit um Promenadenweg in Güstrow

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Zu Jahresbeginn sorgte der geplante Bau der neuen Promenade am südlichen Teil der Güstrower Stadtmauer in unserer Zeitung für Unmut. Aber es war zu spät, eine überflüssige Geldausgabe, wie viele meinten, zu stoppen.

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erstellt am 23.Aug.2013 | 06:38 Uhr

Güstrow | Zu Jahresbeginn sorgte der geplante Bau der neuen Promenade am südlichen Teil der Güstrower Stadtmauer in unserer Zeitung für Unmut. Aber es war zu spät, eine überflüssige Geldausgabe, wie viele meinten, zu stoppen. Denn: Nur parallel ein paar Meter weiter gibt es die Schanze als Promenade. Vor allem Schüler und Lehrer des Brinckmangymnasiums monierten, dass dem Weg von der Schlossbrücke bis zum Nachtigallenberg entlang des Pfaffenbruchs der schönste Teil ihres Schulhofes zum Opfer fällt. Auch darüber, dass sie vor vollendete Tatsachen gesetzt worden seien, erboste sie. Nur öffentlich Stellung nehmen wollte niemand. "Natürlich ist das eine Sache, über die sich streiten lässt. Verschiedene Meinungen sind da legitim. Am Ende ist es jedoch die Entscheidung der Stadtvertreter", unterstreicht Jane Weber, Leiterin des Stadtentwicklungsamtes mit Nachdruck.

Gesamtkosten belaufen sich auf 180 000 Euro

Mittlerweile, rund ein halbes Jahr später, ist der erste Spatenstich längst gefallen, vermutlich bereits in drei Wochen, spätestens aber Ende September, soll der rund 350 Meter lange Weg für die Öffentlichkeit frei gegeben werden, informierte Jane Weber gestern beim SVZ-Baustellenreport. Der Weg dahin war jedoch mit Hürden verbunden. Schon kurz nach der Wende gab es Konzepte für den Bau der Promenade. Ziel sollte vor allem die Aufwertung der Altstadt sein. "Diese Pläne scheiterten jedoch, weil sich der Ankauf privater Flächen, die für den Wegebau benötigt wurden, als schwierig gestaltete", so Weber. Und auch als das Thema mit der Bewerbung um die Landesgartenschau 2014 wieder aktuell wurde, war zunächst keine Einigung in Sicht. "Wir konnten die eigentumsrechtlichen Voraussetzungen dann jedoch schaffen und den Bau auch durch die Bewilligung von Fördermitteln realisieren. 75 Prozent der Gesamtkosten von 180 000 Euro werden durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung getragen", erläutert Jane Weber den Bau der Promenade, die Teil der weiteren Aufwertung der Güstrower Altstadt sein soll.

Eine Herausforderung war das Einbeziehen der Natur, die es dort gibt, mit dem Erhalt des alten Baumbestandes sowie dem Schutz der Moorflächen.

"Der Weg wird mit einer in Wasser gebundenen Decke, die mit Kies zu vergleichen ist, gebaut", informiert Bauleiterin Monika Schacht. Iin den vergangenen Wochen wurden die Wege ausgekoffert sowie die Tragschicht aufgebracht. Derzeit sind die Bauarbeiter damit beschäftigt, die Wegeeinfassung zu pflastern, ehe im Anschluss die Decke aufgebracht wird. Kurzfristige Probleme hätten sich jedoch durch das umliegende Moor ergeben. "Ein Teil des Weges drohte abzusacken. Mit dem Einbau eines Geogitters, das zusätzliche Stabilität verleiht, konnte die Gefahr jedoch behoben werden", so Schacht. Auf dem 350 Meter langen Wanderweg werden außerdem an sechs Standorten Bänke mit Blickrichtung Pfaffenteich sowie Abfallbehälter aufgestellt.

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