„Güstrow – genüsslich erleben“ : Streetfood statt „Güstrow kocht auf“

„Hier kommt die Küchenausstattung hin“, demonstriert Thomas Roloff in seinem neuen Verkaufswagen.  Fotos: Jens Griesbach
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„Hier kommt die Küchenausstattung hin“, demonstriert Thomas Roloff in seinem neuen Verkaufswagen. Fotos: Jens Griesbach

Markt mit regionalen Köstlichkeiten am 27. August in Güstrow geplant. Gastronomen bauen bereits Streetfood-Verkaufswagen.

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22. Juni 2016, 20:45 Uhr

„Güstrow kocht auf“ war gestern, Streetfood (siehe Hintergrund) ist heute. Nachdem das Gourmetspektakel auf dem Güstrower Markt für tot erklärt wurde (SVZ berichtete), setzt Anett Zimmermann vom Güstrower Tourismusverein jetzt auf eine vielversprechende Ersatzvariante: einen Streetfood-Markt. Unter dem Motto „Güstrow – genüsslich erleben“ sollen regionale Erzeuger sowie Essensanbieter sich am 27. August auf dem Markt präsentieren. „Das wollen wir erstmals mit örtlichen Gastronomen probieren, mit Verkostungen und Kultur“, sagt sie. Die Güstrower Gastronomen Thomas Hensel und Thomas Roloff vom „Schnick Schnack“ springen bereits auf den Streetfood-Zug auf.

Hintergrund: Streetfood ist als Anglizismus ein Ausdruck für Speisen und Getränke, die für eine Zwischenmahlzeit entweder von einem fahrbaren Verkaufsstand aus auf einer öffentlichen Verkehrsfläche, auf einem Markt oder Jahrmarkt angeboten oder unterwegs beim Aufenthalt auf einer öffentlichen Verkehrsfläche verzehrt werden. Die Darreichung ist meist so, dass man die Speisen sofort und ohne Besteck (als „finger food“) zu sich nehmen kann, beispielsweise auf einem Pappteller, in Papier oder in eine Papierserviette eingewickelt oder auf Holzstäbchen aufgesteckt. Streetfood ist oft einzigartig und typisch für die Region und wird meist an Ständen oder Wagen verkauft, die von Kleinunternehmern betrieben werden. Meist wird das Essen vor den Augen des Käufers zubereitet oder fertiggestellt und ist wegen der kleinen Portionen, der einfachen Zubereitung und dem Verkauf über „fliegende Händler“ oft preiswert.

Streetfood boomt. Das weiß auch Thomas Roloff. Nach langer Suche hat er einen alten Nagetusch-Wohnwagen, Baujahr 1973, gefunden und baut ihn gerade zu einem Streetfood-Verkaufswagen um. „Es gibt einiges zu tun, schließlich soll hier drin richtig gekocht werden“, sagt er. Sein Streetfood-Konzept: „So viel wie möglich frisch vor Ort zubereiten und alles selbst gemacht.“ Es handele sich nicht um einen Schnellimbiss und mit Fast Food habe das auch nicht wirklich etwas zu tun. „Wir wollen aus diesem Wohnwagen auf dem Güstrower Markt ein vollwertiges Mittagessen verkaufen“, unterstreicht Roloff. Bei Streetfood gehe es nicht um Standardprodukte, sondern um besondere Speisen. „Und wir achten auf die Qualität.“

Roloff hofft, dass die Güstrower dieses neue Angebot annehmen werden. Aber er will mit seinem Wagen auch über andere Streetfood-Märkte ziehen und natürlich auch am 27. August in Güstrow dabei sein. „Auf diesen Märkten gibt es immer ein aufgeschlossenes Publikum, es geht international zu“, sagt er. Doch in dem künftigen Streetfood-Mobil gibt es noch einiges zu tun. Bisher ist nur der Fußboden drin. Der Elektriker muss noch ran und auch die Küchengeräte fehlen noch. „Die sollen austauschbar sein, um nicht festgelegt zu sein und verschiedene Gerichte anbieten zu können“, sagt Roloff. Auch für den Außenanstrich gibt es bereits Entwürfe. Schließlich sind Streetfood-Wagen durch ihre farbenfrohe Gestaltung meist schon von weitem zu erkennen. Über den Namen ist sich Roloff auch noch nicht klar, aber „Die Geschmacksverstärker“ sei in der engeren Auswahl.  

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