Bodenordnungsverfahren : Straßenbau ganz oben auf der Wunschliste

Rainer Schwaß steht hier auf dem Weg zwischen Schweez und Lissow. Allzu viel Regen verträgt der Sandweg nicht.
Rainer Schwaß steht hier auf dem Weg zwischen Schweez und Lissow. Allzu viel Regen verträgt der Sandweg nicht.

Bodenordnungsverfahren Jahmen-Wozeten startet / Vorstand trägt Projekte zusammen

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10. November 2015, 06:01 Uhr

„Es ist eine Chance für die Dörfer, die wir mit beiden Händen ergreifen wollen“, sagt Rainer Schwaß (54) und geht als Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft im Bodenordnungsverfahren (BOV) Jahmen-Wozeten mit viel Elan und Optimismus an die Arbeit. Das BOV wurde jüngst eröffnet. Der Vorstand hat sich formiert, Vorhaben wurden zusammengetragen, Vor-Ort-Termine absolviert und eine Prioritätenliste erstellt. „Wir wollen schnell in Gang kommen“, betont der Schweezer.

Das Verfahrensgebiet umfasst rund 1500 Hektar und schließt die Dörfer Jahmen, Schweez, Lissow und Wozeten ein. „In den Dörfern ist schon etwas, aber nicht so viel in den vergangenen 25 Jahren passiert“, meint Rainer Schwaß. So würden Vorhaben im Straßenbau und die Erneuerung der Dorfbeleuchtungen zunächst in den Vordergrund rücken. In Lissow, so der BOV-Vorsitzende, gebe eine desolate Straße mit Zufahrten zu den Grundstücken. Denkbar wäre ein Ring zur besseren Erschließung, berichtet Rainer Schwaß. In Wozeten ist die Dorfstraße ein Ring. In Schweez müsste die Dorfstraße ausgebaut werden. Damit man auch lange etwas davon hat, sei über eine separate Zufahrt zum Landwirtschaftsunternehmen im Ort diskutiert worden. „Einen zweiten Anschluss an die Bundesstraße werden wir nicht bekommen, denkbar ist aber eine Wegeführung von der jetzigen Abfahrt hinter den Grundstücken entlang zum Wirtschaftshof“, erklärt der 54-Jährige.

In Jahmen stünden ein Stück Straße und die Beleuchtung auf der Prioritätenliste, ebenso aber auch der Kulturraum. „Auf dem Dach liegt noch Wellasbest“, macht Rainer Schwaß die Notwendigkeit von Sanierungsarbeiten deutlich. „Der Kultursaal liegt uns sehr am Herzen“, betont er. Es sei die einzige Möglichkeit sich in größerer Runde im Dorf zu treffen. Im Blick habe man außerdem den Neu Heinder See am Rande des BOV-Verfahrensgebietes. Auf der einen Seite gehe es darum, den See im Sinne der Naherholung etwas besser zu erschließen. Auf der anderen Seite gibt es seit Jahren divergierende Interessen hinsichtlich dieses Sees. Landwirte würden einen niedrigen Wasserstand bevorzugen, Angler einen höheren. Ob man aber dafür eine Lösung findet, hält der BOV-Vorsitzenden zumindest fraglich.

Einfacher erscheint dagegen das Projekt eines Ausbaus der Wegeverbindung zwischen Jahmen-Ausbau und Prebberede. Noch einen zweiten ortsverbindenden Weg setzt der BOV-Vorstand auf die Prioritätenliste. Es ist die Verbindung zwischen Schweez und Lissow. Lediglich bis zu einem zu Schweez gehörenden Grundstück ist die Straße befestigt. Für die Lissower könnte sich so der Weg nach Laage deutlich verkürzen, nennt Rainer Schwaß ein Argument und spricht von Wünschen. Zu diesen zähle selbstverständlich auf ein Radweg an der B 108 nach Laage.

Noch vor Weihnachten aber will man klarer sehen. Bis dahin sollen die Vorhaben mit zu erwartenden Baukosten unterlegt sein, will man genau wissen, mit welchen Förderquoten gerechnet werden kann, kündigt Rainer Schwaß an. 

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