MV-Tag in Güstrow : Straße des Kunsthandwerks

Hans Gräfe aus Daliendorf brennt Keramik nach einem Rezept von südamerikanischen Indianern. Er ist erstmals beim Sommermarkt des Kunsthandwerks in Güstrow dabei und will auch zum MV-Tag in die Barlachstadt kommen.
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Hans Gräfe aus Daliendorf brennt Keramik nach einem Rezept von südamerikanischen Indianern. Er ist erstmals beim Sommermarkt des Kunsthandwerks in Güstrow dabei und will auch zum MV-Tag in die Barlachstadt kommen.

Keramik, Textilien, Holzarbeiten, Schmuck gibt es vom 9. bis 10. Juli in der Philipp-Brandin-Straße in Güstrow.

svz.de von
18. Juni 2016, 12:00 Uhr

„Ein MV-Tag in Güstrow ohne die Kunsthandwerker? Das geht doch gar nicht“, sagte sich Manuela Fehrenberg und startete eine Umfrage unter ihren Kollegen. In diesem Sommer organisiert die Kirch Rosinerin bereits die 8. Ausgabe des Sommermarktes des Kunsthandwerks auf dem Güstrower Marktplatz. Zwischen 15 und 20 Teilnehmer stellen seit Anfang Juni an jedem ersten und dritten Mittwoch ihre Arbeiten aus und eröffnen Besuchern die Möglichkeit, so manches Unikat zu erwerben. Ein bunter Tupfer im Angebot der Barlachstadt für Einheimische und Gäste.

Und Farbe wollen die Kunsthandwerker auch in den MV-Tag bringen. Am 9. und 10. Juli laden sie zwischen 10 und 18 Uhr in die Philipp-Brandin-Straße ein, bieten ihre Waren an, stellen ihre Dienstleistungen vor und hoffen, mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen. „Die Straße zwischen Franz-Parr-Platz und dem Domplatz wird an diesen beiden Tagen zur ‚Straße des Kunsthandwerks’“, verspricht Fehrenberg, die ihre Seifenkunst à la Aquarell – handgemachte Seifen in farbenfroher Optik und mit berauschendem Duft – präsentieren wird. Karita und Eckhardt Aschendorf aus Plau am See haben sich der Be- und Verarbeitung von Schafswolle verschrieben und zeigen ganz praktisch die Kunst des Spinnens.

Unter den zahlreichen Keramikern, die sich für den MV-Tag angemeldet haben, dürfte Hans Gräfe aus Daliendorf bei Wismar eine besondere Note mitbringen. In einem Buch fand er die Rezeptur für keramische Gefäße von südamerikanischen Indianern, fertigte sie nach der Vorlage und brannte sie. „Das Verfahren ist ziemlich aufwändig, aber so weit ich weiß, bin ich weit und breit der Einzige, der das herstellt“, erzählt Gräfe, der in diesem Jahr zum ersten Mal am Güstrower Sommermarkt teilnimmt. Auch für Freunde von ausgefallenen Textilarbeiten dürfte sich der Besuch zum MV-Tag lohnen. Gleich vier Textilgestalterinnen – Erika Siekierowski aus Tolzin, Simone Jarchow aus Rostock, Antje Friedrich aus Bergen und Daniela Geufke aus Barkow – haben ihr Kommen zugesagt. Insgesamt stehen auf Manuela Fehrenbergs Liste an den beiden MV-Tagen bisher die Namen von knapp 20 Teilnehmern, die die „Straße der Kunsthandwerker“ mit Leben erfüllen.  




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