Kreistagssitzung : Strahlender Wahlsieger Stephan Meyer

Mit Enkeltochter Philippa auf dem Arm machte Lutz da Cunha bei einem kleinen Empfang nach der Kreistagssitzung deutlich, dass sein Ruhestand eher zum Unruhestand werden könnte. Seine Amtszeit als Dezernent und Beigeordneter des Landrates endet am 31. Juli. Da Cunha war 1994 nach Güstrow gekommen und war bis zur Kreisgebietsreform Landrat.
Mit Enkeltochter Philippa auf dem Arm machte Lutz da Cunha bei einem kleinen Empfang nach der Kreistagssitzung deutlich, dass sein Ruhestand eher zum Unruhestand werden könnte. Seine Amtszeit als Dezernent und Beigeordneter des Landrates endet am 31. Juli. Da Cunha war 1994 nach Güstrow gekommen und war bis zur Kreisgebietsreform Landrat.

Kreistag wählte CDU-Mann aus Bützow zum neuen Dezernenten und 3. Beigeordneten des Landrates

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16. Juli 2015, 04:00 Uhr

Den 37-jährigen Bützower Stephan Meyer (CDU) wählten die Kreistagsmitglieder gestern Nachmittag zum neuen Dezernenten und 3. Beigeordneten des Landrates. Dafür genügte ein Wahlgang. Bei elf Bewerbern entfielen 39 Stimmen auf Meyer, der damit die Nachfolge von Lutz da Cunha (SPD) antreten wird. Der 3. Beigeordnete der Kreisverwaltung hat das Kreisordnungsamt, das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt, das Schulverwaltungs- und Kulturamt sowie das Gesundheitsamt unter sich.

Jeder Wahlgang ringe ihm Respekt ab, gestand Meyer. 39 Stimmen wertet er schon als „kräftigen Rückenwind, als ein Votum, mit dem man beginnen“ könne. Meyer dankte für das Vertrauen und versprach eine sachliche Zusammenarbeit. „Ich freue mich auf die Arbeit. Meine Tür wird immer offen stehen“, betonte er in einer kurzen Dankesrede. Wann der Bützower – verheiratet, zwei Kinder – seinen Dienst antreten wird, hängt nun vom Innenministerium ab, das sechs Wochen Zeit hat, auf die Wahl zu reagieren. Ein schneller Wechsel aus dem Finanzministerium in Schwerin, wo Meyer arbeitet, wird unproblematisch sein.

Zufrieden zeigte sich gestern Fred Ibold, dass nun ein CDU-Mann in die Führungsriege der Kreisverwaltung gewählt wurde. „Natürlich wird er neutral in der Verwaltung arbeiten. Die Politik machen weiterhin wir hier im Kreistag“, betonte der CDU-Fraktionsvorsitzende. Eine erste große Aufgabe sieht er für den „Neuen“ in der Schulentwicklungsplanung.

Nicht ganz unzufrieden war am Ende auch Roland Dethloff, der als Parteiloser der CDU-Kreistagsfraktion angehört. Der Bürgermeister von Neubukow hatte sich ebenfalls beworben und 16 Stimmen erhalten. „Ich hätte mir gut vorstellen können als Dezernent zu arbeiten“, sagte Dethloff. Am Ende waren gestern nach drei Rückzügen noch elf Bewerber übriggeblieben, sieben davon erhielten überhaupt keine Stimme.

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