Zirkus : Stippvisite bei den alten Kollegen

Stippvisite in Wismar: Der Güstrower Torsten Malmström (l.) im Gespräch mit dem portugiesischen Lichtdesigner Tino Munios.
Stippvisite in Wismar: Der Güstrower Torsten Malmström (l.) im Gespräch mit dem portugiesischen Lichtdesigner Tino Munios.

Der Güstrower Torsten Malmström war zwölf Jahre Zeltmeister beim „Circus Krone“ und Herr über das größte Zirkuszelt der Welt

svz.de von
09. September 2015, 06:00 Uhr

Presslufthammer knattern, Ketten klirren, Gabelstapler entladen erste Trucks. Der Vortrupp des „Circus Krone“ errichtet das Manegengerüst sowie erste Stallungen auf dem Festplatz Wismar am Bürgerpark. Und dazwischen einer, der dieses emsige Treiben zwölf Jahre lang geleitet hat: der Güstrower Torsten Malmström.

Von 2000 bis 2011 erledigte der Güstrower den Job des Zeltmeisters beim größten Zirkus Europas. Gestern machte der 67-jährige einen Abstecher nach Wismar, um beim Aufbau zuzuschauen und ehemalige Kollegen zu treffen. Und noch heute weiß der Ruheständler, was gerade wie und warum passiert. „16 Leute gehören zur Zeltmannschaft, die das tragende Gerüst für das Zelt errichtet. Die Plane wird erst am frühen Donnerstagmorgen aufgezogen, wenn der komplette Zirkus aus Kiel kommend hier auf dem Festplatz sein Quartier bezogen hat“, weiß das Zirkusurgestein aus der Barlachstadt.

260 Zirkuswagen werden dann den Festplatz am Bürgerpark bevölkern. Mannschaftswagen, Toiletten- und Duschwagen, Stallungen für Elefanten, Raubtiere, Pferde. Ein gigantischer Mega-Tross. Und dann das Zelt: Mit Innenmaßen von 66 mal 48 und einer Höhe von 16 Metern ist es das größte Zirkuszelt der Welt und bietet Platz für 4  000 Zuschauer. „Früher haben da mal 5000 Leute reingepasst. Aber da war die Bestuhlung noch anders“, sagt Torsten Malmström. Heute sei vieles komfortabler. Einzelbestuhlung, Klimaanlage, computergesteuerte Lichteffekte. Dies sei wirklich gigantisch, so Malmström mit leuchtenden Augen.

Offizielle Premiere des Programms „Evolution“ zum 110-jährigen Zirkusjubiläum in Wismar ist am 11. September um 20 Uhr. „Das muss man einfach gesehen haben“, sagt Torsten Malmström. „Schade nur, dass der Zirkus nicht in Güstrow gastiert.“

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