Musik : Stimme und Texte überzeugen

Hannes Machner, 13, hält die aktuelle CD von AMK in der Hand. Er ist wie der Rest seiner Familie ein großer Fan von AMK. Zusammen hören sie die Musik oft auf Autofahrten.
Hannes Machner, 13, hält die aktuelle CD von AMK in der Hand. Er ist wie der Rest seiner Familie ein großer Fan von AMK. Zusammen hören sie die Musik oft auf Autofahrten.

Güstrower Jugendliche schwärmen von Kölner Band „AnnenMayKantereit“

svz.de von
13. August 2016, 12:00 Uhr

Die Band „AnnenMayKantereit“ ist zurzeit in aller Munde. Auch wenn der Name der vier Musiker, entstanden aus den drei Gründungsmitgliedern, beim ersten Hören verwirrend ist, so wird dieser Eindruck gleich mit den Songs verdrängt. Mit ihrem Album „Alles Nix Konkretes“ sind sie in den Charts. Viele Güstrower haben sich bereits die Tickets für das Konzert in Rostock im nächsten Februar gesichert. Doch was macht „AnnenMayKantereit“ so besonders? Inwiefern heben sie sich von der üblichen Pop-Musik in den Charts ab?

Hannes Machner ist seit einem Jahr ein großer Fan der Band. „Mein Onkel hat mich auf AMK aufmerksam gemacht“, erzählt der 13-Jährige. „Er war auf einem Festival, wo die Jungs als Vorband gespielt haben. Seitdem mag meine ganze Familie die Lieder. Der größte Fan ist wahrscheinlich meine ältere Schwester“, fährt er schmunzelnd fort. Es sei schwierig, etwas zu finden, was allen gefällt, aber: „Auch meinen Eltern gefällt es. Wir hören AMK oft auf Autofahrten!“ Hannes findet alle Songs großartig, besonders gerne mag er jedoch „21, 22, 23“. „Ich war dieses Jahr schon auf einem Konzert der Band in Rostock, nächsten Februar geht es natürlich für die ganze Familie wieder nach Rostock. „Ich selber habe die CD nicht, aber meine Schwester Jette hat mir die Songs auf meinen Ipod gespielt, ich höre AMK ziemlich oft.“

Und was macht die Musik der vier jungen Kölner jetzt so besonders? „Sie sind auf dem Boden geblieben, trotz des Rums und ihrer Bekanntheit. Ich finde es gut, dass sie sich selbst treu geblieben sind. Ihr erstes Album haben sie zum Beispiel im Wald aufgenommen, weil sie damals noch kein Studio hatten“, erzählt Hannes. „Natürlich macht auch Hennings tiefe Stimme einen großen Teil aus, auch wenn er es nicht mag, darauf angesprochen zu werden.“ Dass AMK jetzt immer bekannter wird, findet er sehr gut: „Das ist cool, dadurch haben sie viel mehr Möglichkeiten! Sie können in größeren Hallen spielen, so wird die Stimmung bei Konzerten noch besser!“, findet er.


Mit Texten identifizieren


Auch die 14-jährige Lina Bernstein ist durch ihre Familie auf die Band aus Köln aufmerksam geworden: „Mein Bruder hat mir die Musik von AMK ans Herz gelegt.“ Das erste Lied, das sie je von ihnen gehört hat, war „Nicht nichts“. Es hat ihr auf Anhieb gefallen. Sie hört die Musik gern, wenn sie allein unterwegs ist. Genau wie Hannes mag sie „21, 22, 23“ am liebsten, da es ihrer Meinung nach unsere Gesellschaft sehr gut wieder spiegelt. Auch „Es geht mir gut“ liebt sie, da sie sich gut damit identifizieren kann. Auf die Frage, was AMK so besonders macht, antwortet sie: „Natürlich Hennings Stimme und die melodischen Klänge. Und auch die Texte sind spitze!“ Lina wird ebenfalls auf das Konzert in Rostock gehen, allerdings mit ihren Freundinnen. Der neuen Bekanntheit von AMK steht sie etwas skeptisch gegenüber: „Auf der einen Seite ist es sehr gut, weil sie so natürlich mit ihren Texten mehr Leute erreichen“, gibt sie zu. Andererseits würde es einem das Gefühl nehmen, etwas ganz Besonderes und ganz Eigenes, Tolles gefunden zu haben.“

So sieht das auch Lea Reinbold. „Ich hoffe natürlich nur, dass sie auch weiterhin sich selbst treu bleiben und sich nicht verändern“, meint sie. Auf AMK sei sie gekommen, weil sie sich auf Youtube einen Coversong von „Barfuß am Klavier“ angehört habe. Mittlerweile kennt sie natürlich das Original und hört die Musik oft. „Ich liebe Hennings Stimme“, stellt sie klar. „Die Texte passen einfach zu allem und sind aus dem Leben gegriffen, das ist toll“, schwärmt die 15-Jährige weiter. Den bekannten Song „Pocahontas“ findet die Schülerin des John-Brinckman-Gymnasiums besonders gut, aber: „Eigentlich sind alle Songs von AMK meine Lieblingslieder!“

Sarah Sternberg ist seit zwei Jahren ein großer Fan der Band. „Ich habe damals ein Lied vom AMK im Radio gehört, ich glaube, es war ,3. Stock’“, erinnert sich die 15-Jährige. Auch Sarah liebt die Stimme des Sängers Henning May, ihre Lieblingssongs sind „Pocahontas“, „3. Stock“ und „Mir wär’ lieber wenn du weinst“. „Ich werde mit meiner Schwester und ihren Freunden auf das Konzert im Februar gehen!“, freut sie sich. „Endlich! Das wird mein erstes Konzert überhaupt sein.“

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