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Güstrower Anzeiger

18. November 2017 | 18:59 Uhr

20 Fragen : Stets mehrere Bücher am Wickel

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Katharina Kaden ist Inhaberin der „inselliebe“ in der Güstrower Domstraße.

von
erstellt am 21.Okt.2017 | 12:00 Uhr

Katharina Kaden hat sich mit dem Inselliebe-Laden in der Güstrower Domstraße einen Traum erfüllt. Sie ist 1979 in Rostock geboren und in Grabow aufgewachsen, absolvierte eine Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin und studierte danach am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Als sie ihren Mann Max kennenlernte, wollte sie wieder zurück nach MV. Glückliche Umstände brachten sie nach Güstrow, wo bereits Vorfahren mütterlicherseits gelebt hatten. SVZ stellt ihr heute 20 Fragen:

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
In Güstrow in den Domwiesen, am Sumpf- und am Inselsee, sonst auch gern auf Hiddensee.

Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Ich finde es wunderbar, dass der Altstadtkern so toll saniert wird. Ich finde Güstrow ist eine Stadt mit einer hohen Lebensqualität. Mit dem Ausbau von Kultur würde ich gern mehr Menschen in diese schöne Stadt ziehen. Wichtig finde ich auch den Austausch verschiedener Kulturen, um friedlich und ohne Angst miteinander leben zu können.

Wo kann man Sie am ehesten treffen?
In meinem Laden in der Domstraße.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Nach dem Abitur bin ich gleich nach Berlin gezogen und habe ein Freiwilliges Soziales Jahr gemacht. Dort habe ich mein erstes Geld verdient.

Wofür haben Sie es ausgegeben?
Meistens für Bücher, Kino- oder Theaterbesuche.

Was würden Sie gerne können?
Ich würde gerne innerlich frei sein von Bewertungen. Egal ob es mich selbst betrifft, andere Menschen oder Situationen. Ich wäre gern die Beobachterin meiner Gedanken. Und ich würde gern Swing tanzen und richtig gut singen können.

Was stört Sie an anderen?
Mich stört, wenn Dinge unausgesprochen bleiben, Unzuverlässigkeit und Intoleranz. Und wenn Menschen Meinungen übernehmen, ohne über den eigenen Horizont hinauszuschauen und Dinge zu hinterfragen.

Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Ich lache viel am Tag. Oft mit meinem Mann Max, wir haben glücklicherweise einen ganz ähnlichen Humor.

Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Einen Garten gekauft. Und das sage ich mit einem Zwinkern im Auge.

Wer ist Ihr persönlicher Held?
Es gibt Menschen, die ich bewundere für ihren Mut, ihre Weisheit oder ihre Gaben. Meine ganz persönliches Vorbild ist meine Mutter Christiane. Durch sie habe ich einen Menschen, der mir zeigt, dass es sich lohnt immer nach vorn zu schauen und niemals aufzugeben. Sie hat mir beigebracht, Verantwortung für mein Leben, für mein Glück zu übernehmen.

Welches Buch lesen Sie gerade?
Ich lese meistens nicht nur ein Buch, sondern mehrere nebeneinander: „Die Straßen der Lebenden“ von Helge Timmerberg, das sind skurrile Reisereportagen; „Rendezvous mit einem Oktopus“ von Sy Montgomery, in dem es um das Seelenleben der Kraken geht – hochinteressant – und „Pflegeleicht gärtnern“.

Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Wir besitzen keinen Fernseher, aber ich schaue mir gern gute Filme an. Ich liebe Filme von Fatih Akin, Woody Allen, Pedro Almodovar und Andreas Dresen.

Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Weder noch.

Wen würden Sie gerne mal treffen?
Ich würde gerne einmal Chamelie Ardagh treffen. Sie ist eine der führenden Weisheitslehrerinnen in weiblicher Spiritualität. Ihre Worte berühren mich sehr, auf eine Weise, die über den Verstand hinausgeht.

Wenn Sie kochen: Was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Ach das kann ich gar nicht so sagen. Bei uns kocht (leider) niemand nach Rezepten. Es gibt viel Gemüse. Hauptsache es ist lecker.

Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
„My baby just cares for me“ von Nina Simone. Das wurde nach unserer Trauung am Strand gespielt. Wir haben alle mit nackten Füssen im Sand getanzt.

An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Das war ein Liebesbrief von meinem Mann Max zum Geburtstag.

Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Einmal wochenlang mit dem Auto durch Frankreich und Italien fahren, Zeit haben, anhalten, wo es mir gefällt.

Wie gestalten Sie ihre Freizeit als Rentner?
Ich hoffe doch ich sitze dann mit meinem Mann, vielen Kindern, Enkeln und Freunden in einem großen Garten. Es werden Geschichten erzählt, es wird getanzt und gesungen. Und reisen möchte ich auch.

Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Martina Rüdiger – eine der drei Inhaberinnen vom Concept Store hier in Güstrow. Sie hätte mit Sicherheit Interessantes zu erzählen.

 

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