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Schöninsel Güstrow : Steht die Vollsperrung bevor?

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Schlechter Zustand der Brücke zu Schöninsel: Ein zweites Gutachten soll Aufschluss bringen – Maßnahmen müssen abgewägt werden.

svz.de von
erstellt am 01.Feb.2016 | 07:30 Uhr

Die Brücke zur Schöninsel sei in einem „dramatisch schlechten“ Zustand, war auf der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses von Jane Weber, Leiterin des Stadtentwicklungsamtes, zu erfahren. „Die in den 1950er Jahren erbaute Holzbrücke hat bereits mehrere Reparaturen erfahren, insgesamt hat sie eine lange Standzeit hinter sich“, sagt Bürgermeister Arne Schuldt über den Zustand der Brücke.

Seit 2013 habe man die Nutzung der Holzbrücke, die die Insel inmitten des Inselsees mit dem Festland verbindet, immer weiter eingeschränkt – insbesondere das Befahren der Brücke sei seither nicht mehr erlaubt, sagt Schuldt weiter. Jüngste Prüfungen haben ergeben, dass sich der Zustand der Überführung weiter verschlechtert habe. Arne Schuldt macht dafür auch das illegale Befahren der Insel mit Fahrzeugen verantwortlich. „Obwohl es hier eine Absperrung gibt, hat der Brückenprüfer unlängst persönlich erlebt, dass sie unerlaubt befahren wurde“, sagt der Güstrower Bürgermeister und fügt hinzu: „Wir haben hier nun weitere Absperrungen vorgenommen, um das zu unterbinden.“

Das jüngste Brückengutachten empfiehlt eine umfangreiche Sanierung. Es sei zudem zu überlegen, die Brücke vollständig – auch für Fußgänger und Radfahrer – zu sperren. „Das wollen wir auf jeden Fall vermeiden, darum ist nun ein Zweitgutachten in Auftrag gegeben worden – auch wegen des hohen Wertumfangs der notwendigen Sanierung“, erklärt Arne Schuldt das weitere Vorgehen der Stadtverwaltung im Fall Schöninsel-Brücke. Liegt das neue Gutachten in circa zwei Wochen vor, soll über künftige Maßnahmen entschieden werden. Denkbar währen in diesem Zusammenhang weitere Verbindungen, um die Statik der Brücke zu verbessern, sagt Schuldt.

Ein Neubau scheint hingegen keine Option zu sein. „Ein Ersatzneubau liegt – abhängig von der Klassifizierung der Brücke – im Millionenbereich. Vor ein paar Jahren hat es einen Vorentwurf für einen Brückenneubau aus Beton gegeben. Der hätte mit 2,5 bis 3 Millionen Euro zu Buche geschlagen“, erinnert sich Bürgermeister Arne Schuldt. In diesem Fall stelle sich die Frage nach den Prioritäten. „Immerhin gibt es noch andere Probleme in der Stadt“, macht Arne Schuldt deutlich.

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