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Elektromobilität : Stecker rein und Strom „tanken“

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Stadtwerke Güstrow nehmen erste öffentliche Ladestation für Elektroautos am Franz-Parr-Platz in Betrieb.

von
erstellt am 15.Jul.2015 | 06:00 Uhr

„Einfach Stecker rein und tanken“, sagt Wolfgang Wegner, schnappt sich das gelbe Aufladekabel, steckt es zuerst in sein Elektroauto und dann in die Elektro-Ladesäule. Die Stadtwerke Güstrow nahmen gestern auf dem Franz-Parr-Platz die erste öffentliche Ladestation für Elektroautos in der Barlachstadt in Betrieb. „Es ist wirklich ganz simpel, man braucht keine Anleitung“, sagt Wegner, bei den Stadtwerken Abteilungsleiter Netzservice. Nicht nur E-Autos, sondern auch E-Fahrräder können an der neuen Station aufgeladen werden – ein zunächst kostenloses Angebot der Stadtwerke Güstrow, um das Thema E-Mobilität voranzutreiben.

Als „einen wichtigen Schritt für die Zukunft“ beschreibt Stadtwerke-Chef Edgar Föniger die Inbetriebnahme der Elektro-Ladesäule am Franz-Parr-Platz unmittelbar neben der Güstrow-Information. Von nun an können Nutzer von Elektrofahrzeugen hier Strom „tanken“. „Das System für die Bezahlung per Handy ist bereits vorinstalliert, doch wir bieten die Ladeleistung vorerst kostenlos an, um einen Anreiz für die E-Mobilität zu schaffen und die Leute anzulocken“, sagt Wegner. Das Thema E-Mobilität sei zwar in aller Munde, doch gerade in Mecklenburg-Vorpommern tue man sich noch schwer damit. Sowohl Elektroautos als auch die so genannten E-Bikes seien auf norddeutschen Straßen eher selten zu sehen. Die Stadtwerke wollen das ändern und gehen deshalb in die Offensive. „Wenn es keine E-Tankstellen gibt, kaufen die Leute auch keine E-Autos und das Thema kann keine Fahrt aufnehmen“, ist Wegner überzeugt. Die Stadtwerke haben rund 8000 Euro in die neue Ladesäule investiert.

Die Doppel-Ladestation, an der zwei E-Autos gleichzeitig aufgeladen werden können, befinde sich in günstiger Lage direkt neben der Güstrow-Info, freut sich Anett Zimmermann vom Güstrower Tourismusverein. „Nicht nur für Güstrower, sondern auch für Touristen ein optimaler Standort. Besucher können den Dom oder das Schloss besuchen und währenddessen ihr E-Auto teilladen“, sagt sie. Die Behindertenparkplätze, die zuvor vor der jetzt installierten Elektro-Ladesäule eingerichtet waren, wurden nur knapp zehn Meter weiterverlegt. So kann man mit seinem Elektroauto bequem vorfahren. Demnächst soll noch ein Schild auf die neue E-Tankstelle hinweisen.

Die Stadtwerke begreifen die Ladesäule als Pilotprojekt. „Das ist eine Testphase. Wir müssen selbst erst einmal unsere Erfahrungen damit sammeln“, sagt Wegner. Wenn es gut laufe, kann er sich vorstellen, dass die Stadtwerke weitere Ladestationen errichten. Edgar Föniger will zudem die Bürger dazu animieren, über das Thema E-Mobilität nachzudenken.  

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