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Güstrower Anzeiger

20. November 2017 | 01:39 Uhr

Straßenbau : Staus rund um Krakow und Laage

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Mehrere Baustellen behindern Verkehr - Frisches Geld da: Reparatur von Bundesstraßen vor Übertragung an das Land

von
erstellt am 21.Okt.2014 | 22:00 Uhr

Ampelregelung zwischen Klueß und Krakow am See, Geduld ist gefragt in diesen Tagen von Autofahrern. Seit Anfang des Monats bekommt die gesamte Strecke dieses Abschnitts der B103 eine neue Asphalt-Oberfläche. Längst ist alles abgefräst, die neue Binderschicht komplett aufgetragen. Auf etwa einem Drittel der Strecke fehlt nur noch die Deckschicht. Noch aber wird es einige Tage dauern, bis die Ampeln endgültig verschwinden können und wieder in beiden Richtungen freie Fahrt sein wird.

Weit fortgeschritten ist auch die Erneuerung der Deckschicht zwischen dem Abzweig Laage der B103 in Richtung Kossow Krug.

Doch schon ist seit Wochenbeginn die nächste Baustelle aufgemacht. Wieder betroffen ist die Umgebung von Krakow am See, diesmal mit einer Vollsperrung auf nahezu der gesamten Länge: Bis Ahrenshagen ist die Umleitung aktiv, weil auch hier, auf der Landesstraße 11, auf drei Kilometern, die Decke erneuert wird. Da Krakow am See aus Teterower und Rostocker Richtung nur über Umwege erreichbar ist, verstärkt sich der Fahrzeugstrom ausgerechnet auf dem Baufeld zwischen Klueß und dem Luftkurort.

Dass die Bauarbeiten sich jetzt häufen hängt, wie so oft, mit dem Geld zusammen. Ronald Normann, Leiter des Straßenbauamtes Güstrow in Klueß, erklärt: Der Bund fragt regelmäßig gegen Ende des Jahres in den Ländern ab, wo eingeplante Straßenbaumittel nicht mehr benötigt oder nicht mehr verbraucht werden können. Diese würden dann dort eingesetzt, wo noch Bedarf angemeldet wird. So habe sein Amt jetzt den Abschnitt Laage Richtung Rostock in Angriff nehmen können, der „schon längst vorgesehen“ war, bisher nur das Geld gefehlt habe. Und nachdem die L11 im vorigen Jahr teilweise schon repariert wurde, könne so jetzt auch die Verlängerung bis Krakow am See in Angriff genommen werden. Mehr als 15 Jahre sei die Trag- und Deckschicht hier alt und weise Risse auf.

Für die Bundesstraßen führt Normann einen zweiten Grund an, warum diese Abschnitte gerade jetzt gemacht werden: Zum Ende des nächsten Jahres werden die Bundesstraßen zwischen Güstrow und Krakow am See bis Plau am See und zwischen Laage (Abzweig Klein Lantow) und Rostock aus der Zuständigkeit des Bundes zum Land wechseln. Vor dieser Umwidmung zu Landesstraßen sei der Bund „für die notwendigen Erhaltungsmaßnahmen in der Pflicht“. Darunter, so Ronald Normann, seien aber nicht z.B. etwa Radwege zu verstehen. „Diese wären dann Aufgabe des neuen Straßenbaulastträgers.“

Während das Straßenbauamt mit diesen drei Reparaturen bis Mitte/Ende November fertig sein will, beansprucht die Überholung der B108 zwischen Laage und Neu Heinde mehr Zeit. Viele Jahre immer nur geflickt, war hier ein grundhafter Ausbau angesagt. Seit Februar wird zwischen der Kreuzung zum Bahnhof in Laage und der B103 bei Neu Heinde gebaut. Bis Jahresende wollen die Baufirmen fertig sein, sagt Ronald Normann, optimistisch, dass das Wetter mitspielt. Ausgespart bliebe da allerdings noch die Querung des Pludderbachs und die Neugestaltung der Zufahrt in die Recknitzstadt hier. Mit Letzterem rechnet der Straßenbauamtsleiter erst gegen Ende dieses Jahrzehnts.

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