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Goldberger Strasse in Güstrow : Staus bis Ende November

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Stadtwerke Güstrow sanieren Hauptwasserleitung in Goldberger Straße / Autofahrer müssen sich weiter auf Behinderungen einstellen

von
erstellt am 15.Okt.2015 | 06:00 Uhr

Zick-Zack-Parcours auf der am stärksten befahrenen Straße in Güstrow. Das führt natürlich zu Staus. Durch die Bauarbeiten kommt es in der Goldberger Straße gerade täglich zu Verkehrsbehinderungen. Vor allem stadtauswärts müssen die Autofahrer mehr Zeit einplanen. Grund sind dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen an der Haupttrinkwasserleitung, die vom Wasserwerk in der Goldberger Straße Richtung Innenstadt führt. Und die Güstrower müssen sich zwischen der Kreuzung Plauer Chaussee und Wasserwerk auch weiterhin auf Staus einstellen. Erst am 22. November soll die Sanierung der wichtigen Trinkwasserleitung beendet sein, informiert Edgar Föniger, Geschäftsführer der Stadtwerke Güstrow.


Nach zwei Rohrbrüchen Sanierung vorgezogen


Aber die ursprünglich erst für kommendes Jahr geplante Sanierungsmaßnahme der Stadtwerke sei nicht mehr aufschiebbar gewesen, so Föniger weiter. Ende 2014 und auch in diesem Jahr gab es bereits Rohrbrüche an der Trinkwasserleitung (SVZ berichtete). Die alte Leitung sei durch Korrosionserscheinungen geschwächt. „Deshalb haben wir die Arbeiten vorgezogen, um die Versorgungssicherheit für den Winter zu gewährleisten“, sagt der Stadtwerke-Chef. Am 5. Oktober legten die Mitarbeiter der Stadtwerke sowie Spezialfirmen los.

Das Verfahren zur Sanierung ist aufwendig. In die alte Leitung wird eine neue, hochmoderne eingezogen. „Mit diesem so genannten Inliner-Verfahren können wir mit Kopflöchern arbeiten, also punktuell, um die Leitung von einem Graben zum nächsten zu führen“, erklärt Föniger. Deshalb sei die Goldberger Straße nur an einigen Stellen stadtauswärts aufgebuddelt. „Ohne dieses Verfahren hätten wir die Straße auf ganzer Länge aufmachen müssen. Da ist es besser, minimal invasiv zu arbeiten“, sagt er. Das gleiche Verfahren hatten die Stadtwerke bereits in der Plauer Straße angewandt.

Die Trinkwasserleitung in der Goldberger Straße soll im Zuge der Bauarbeiten an die bereits sanierte in der Plauer Straße angeschlossen werden. „Dann haben wir eine durchgängig sanierte Hauptwasserleitung für die Innenstadt“, sagt Föniger. Da die neue Leitung zudem in die alte eingezogen wird, hätten die alten Rohre eine gewisse Schutzfunktion. „Die Leitung verläuft direkt unter dem Straßenkörper und ist deshalb recht anfällig. Es gibt ständig Erschütterungen durch den Verkehr. Aber es gibt im Untergrund keinen anderen Platz mehr“, so der Stadtwerke-Chef. Die Kosten für die Baumaßnahme belaufen sich laut seinen Angaben auf rund 360 000 Euro. „Wenn wir die ganze Straße hätten aufreißen müssen, wäre es noch teurer geworden.“

Föniger hofft jetzt, dass alles vor dem Wintereinbruch glatt über die Bühne geht. „Bisher sind wir im Bauzeitplan. Wir haben alles optimal durchgeplant.“ Doch Frost könnte dem ehrgeizigen Ziel, bis zum 22. November fertig zu werden, noch einen Strich durch die Rechnung machen.  

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