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Laage : Statt Schulessen bald Familienfeiern und Tanzkurse

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Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Laager Stadtvertretung beschließt neue Nutzung für ehemaliges Speisegebäude am Sportplatz

von
erstellt am 16.Mai.2014 | 06:00 Uhr

Im sogenannten Speisegebäude am Sportplatz in Laage können künftig Familienfeiern und Vereinsveranstaltungen stattfinden. Auch Tanzkurse, Seniorensport, Kindergartensport und allgemeine Sportgruppen könnten im Saal des Gebäudes unterkommen, so beschlossen es die Laager Stadtvertreter auf ihrer Sitzung am Mittwochabend. Dafür muss die Stadt noch etwas Geld in die Hand nehmen, um die Voraussetzungen für neue Nutzungen zu schaffen. Mit 150 000 Euro könnte aus dem Gebäude eine Art Dorfgemeinschaftshaus in der Stadt werden.

„Wir wollen das Gebäude nicht länger ungenutzt stehen lassen“, betonte Ronald Schäfer den interfraktionellen Antrag. Es gebe zum Beispiel Sportgruppen, die keine große Halle benötigen. Der Saal des Speisegebäudes würde genau passen. „So können wir auch noch die Sporthallen entlasten“, fügte der Linke-Fraktionsvorsitzende hinzu. „Wir wollen gern an dem Gebäude festhalten. Für eine Mehrzwecknutzung gibt es Bedarf in Laage“, betonte Matthias Auer (CDU-Fraktion) als Vorsitzender des Kultur- und Bildungsausschusses. Das hätten Gespräche ergeben. Laager würden für Familienfeiern oft Angebote im Umland nutzen. Das könne man ändern. Lediglich Wolfgang Boldt (Wählergemeinschaft Ortseile Laage) meldete Zweifel an. „Wir sollten erst einmal ein Konzept entwickeln, bevor wir Geld reinstecken“, meint Boldt und denkt dabei u.a. an das Albertinum. „Wir brauchen kein Kunst- und Kulturkonzept für Laage, sondern eine Nutzung für das Speisegebäude“, entgegnete Schäfer. Am Albertinum könnte sich die Stadt wohl verschlucken, wiegelte er ab.


Schüler essen künftig im Schulhauses 3


Bürgermeisterin Ilka Lochner-Borst (CDU) machte darauf aufmerksam, dass die Stadtscheune für etwa 40 Leute nicht sehr groß sei. Die Stadt sei wieder mit einem möglichen Betreiber im Gespräch. Das Albertinum mit etwa 2000 Gästen bei vier/fünf Veranstaltungen des Karnevalvereins im Jahr habe durchaus seine Berechtigung. Im Speisegebäude, das zum Teil vor etwa zwei Jahren dem Laager Sportverein übertragen wurde, gehe es jetzt um den Saal und Nebenräume. Die seien herzurichten und eine Küche einzubauen. Für eine Wärmedämmung würden die eingeplanten 150 000 Euro nicht ausreichen.

Die Nutzung als Speisegebäude für die Schule ist ad acta gelegt. Nachdem der letzte Betreiber ausgestiegen war, hatte die Stadt nach einem neuen Interessenten gesucht. Dies gestaltete sich sehr schwierig, so dass es zuletzt ein neues Interessenbekundungsverfahren für die Schülerversorgung in Laage unabhängig vom Speisegebäude gegeben hatte. Es gibt einen Interessenten, so informierte Lochner-Borst Mittwochabend. Im Sommer werden die Kellerräume im Haus 3 des Recknitz-Campus hergerichtet, so dass die Schüler dort künftig Mittag essen können.

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