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Güstrower Anzeiger

24. August 2017 | 10:37 Uhr

Linstow : Statt Rüben 6 Millionen Urlauber

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Das Van-der-Valk-Resort Linstow wurde vor 15 Jahren eröffnet. Viele Visionen aus der Wendezeit wurden verwirklicht.

„Rüben, Mais und Roggen standen hier nur, ich erinnere mich noch genau.“ Johannes Herbst fängt mit Gerrit Ritter und René Kainert ein kleines, nicht ernst gemeintes Streitgespräch an. Der ehemalige Bürgermeister der damaligen Gemeinde Linstow setzt sich gegen die heutigen Gemeindevertreter von Dobbin-Linstow durch, weil ihm Vincent Van der Valk zur Seite springt. Dessen Markenzeichen, der bunte Tukan, prangt heute weithin sichtbar vom Dach seines Hotels an der Autobahn. Gemeinsam mit Wegbegleitern, mit Vertretern der Dehoga und des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern feiert das Van-der-Valk-Resort Linstow sein 15-jähriges Bestehen.

Das 2001 eröffnete Feriendorf sei ein „echtes Kind der Wende“, sagt Herbst. Der Ex-Bürgermeister, heute Rentner, erinnert an große Visionen, die die Gemeinde nach dem politischen Umschwung erfasste. „Wir hatten gleich die Idee, die Autobahn anzuschneiden. Aber was sollte hier werden? Es gab ja nur Landwirtschaft ringsum“, beschreibt Johannes Herbst die Ausgangssituation 1990. Aus dem Landkreis-Partner Rotenburg sei der Anstoß gekommen: Ihr müsst etwas mit Tourismus machen! Verschiedene Objekte im Westen habe man sich angesehen und sei zu dem Schluss gekommen: Etwas großes müsste es sein, wo viele Menschen Arbeit haben. Herbst vergisst nicht, dass es dagegen Widerstände gab: Bürgerinitiativen, Umweltschützer, über 100 Besucher auf den Gemeinderatssitzungen. „Aber am Ende hatten wir immer mindestens 51 Prozent.“ Nachdem ein erster Interessent abgesprungen war, tauchte 1995 mit Van der Valk ein neuer auf. Herbst: „Wir haben denen die schöne Umgebung gezeigt und sie überzeugt. Dann ging alles schnell.“

1998 erster Spatenstich, 2001 Eröffnung des Van-der-Valk-Resorts Linstow mit 90 Ferienhäusern, am 17. Mai übernachten die ersten Gäste. „Wir sind stolz, dass wir das mit der Zusammenarbeit der damaligen Gemeinde geschafft haben“, gesteht Vincent Van der Valk heute. Die Visionen wären nicht immer leicht umzusetzen gewesen, mancher hätte nicht daran geglaubt. Van der Valk: „Wichtig ist mir die Harmonie zur Gemeinde und der Region. Mit einigem Hickhack haben wir das erreicht.“

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erstellt am 06.Mai.2016 | 12:00 Uhr

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